Knapp 200 Bootsflüchtlinge vor der Küste Acehs gerettet

3. Februar 2009, 07:17
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Die Angehörigen einer verfolgten islamischen Minderheit aus Burma wurden laut Zeugenaussagen zuvor von thailändischen Behörden abgewiesen

Jakarta - Vor der Küste der indonesischen Provinz Aceh sind 198 burmesische Bootsflüchtlinge gerettet worden. Ihr Gesundheitszustand sei nach einer rund dreiwöchigen Überfahrt kritisch, sagte ein Vertreter der indonesischen Streitkräfte, Tedi Sutardi. 22 Passagiere seien nach Schilderungen der Flüchtlinge während der Überfahrt aus Thailand ums Leben gekommen. Das Schiff hatte keinen Motor und zuletzt gab es an Bord kein Essen oder Trinkwasser mehr, wie Sutardi schilderte.

Minderheit der Rohingya

Fischer hatten das kleine Boot am Montag nördlich der Insel Sumatra entdeckt. Bei den Flüchtlingen handelte es sich um Angehörige der in Burma verfolgten islamischen Minderheit der Rohingya. Die Überlebenden berichteten laut Sutardi, sie seien bei ihrer Ankunft in Thailand geschlagen und schließlich wieder auf dem Meer ausgesetzt worden. Es war bereits das zweite solche Flüchtlingsboot, das in diesem Monat in indonesischen Gewässern entdeckt wurde.

Menschenrechtsorganisationen haben Thailand Anfang des Monats vorgeworfen, zweimal Boote mit mehreren hundert Rohingya aufgegriffen und die Menschen auf offener See ihrem Schicksal überlassen zu haben. Die thailändischen Streitkräfte haben dies zurückgewiesen und erklärt, die illegal eingewanderten Personen seien festgesetzt und in ihre Heimat zurückgeschickt worden. In Bangladesch leben mehrere zehntausend Rohingya in Flüchtlingslagern. (APA/AP)

 

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