Behörden werfen AU-Soldaten Tötung von Zivilisten vor

2. Februar 2009, 21:33
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AU-Truppen weisen Anschuldigungen zurück

Mogadischu - Soldaten der Afrikanischen Union (AU) haben nach Angaben der somalischen Behörden nach einem Angriff auf ihr Fahrzeug in der Hauptstadt Mogadischu mindestens 18 Zivilisten erschossen. Die Soldaten der AU-Friedenstruppe hätten das Feuer auf Busse eröffnet, nachdem am Straßenrand ein Sprengsatz detoniert sei, sagte Polizeichef Yusuf Dhumal am Montag. Der Vorfall sei eine unverantwortliche "Tragödie", die nicht akzeptiert werde. Demnach kamen 18 Menschen ums Leben. Der Vize-Bürgermeister von Mogadischu, Abdifatah Shaweye, gab die Zahl der Toten mit 20 an und warf den AU-Truppen "Massentötungen" vor.

Ein Sprecher der AU-Truppen wies die Anschuldigungen zurück: "Unsere Truppen haben nicht das Feuer auf die Menschen eröffnet." Demnach wurden durch die Explosion neben dem Fahrzeug der AU-Soldaten drei Zivilisten getötet und ein Soldat leicht verletzt. Die AU-Friedenstruppen sind seit März 2007 in dem krisengeschüttelten Land stationiert, das sich seit dem Sturz von Machthaber Siad Barre 1991 im Bürgerkrieg befindet. (APA/AFP)

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