Witali Klitschko droht harte Prügel an

2. Februar 2009, 18:11
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WBC-Titelverteidiger will Juan Carlos Gomez schlagen - Ruslan Tschagajew verteidigt WBA-Titel am Samstag gegen Drumond

Stuttgart - Sieben Monate nach seinem Achillessehnenriss steigt Ruslan Tschagajew wieder in den Box-Ring. Am Samstag (22.00 Uhr/ZDF) verteidigt der usbekische WBA-Schwergewichtsweltmeister in Ruhe in Rostock seinen WM-Gürtel gegen Carl Davis Drumond aus Costa Rica. Indes wirft auch der Titelverteidigungskampf von WBC-Weltmeister Witali Klitschko gegen Juan Carlos Gomez am 21. März seine Schatten voraus. "Es tut mir leid, aber ich muss dich hart prügeln", drohte der Ukrainer seinem Pflichtherausforderer.

Gegen seinen ehemaligen Stallgefährten, den er ausdrücklich als Freund bezeichnete, will Klitschko zum 35. Mal per K.o. gewinnen. "Du bist schwierig zu Boden zu schicken, aber das schaffe ich", sagte Klitschko am Montag in Stuttgart und grinste den nur zwei Meter neben ihm sitzenden Kubaner an. "Du quatscht zu viel", entgegnete Gomez genervt.

Tschagajew wiederum tat schon einen Blick in die Zeit nach dem Kampf gegen Drumond. Denn die WBA entschied, dass es bis Ende Juni dieses Jahres einen erneuten Kampf zwischen Nikolaj Walujew (RUS) und Tschagajew geben muss - falls Tschagajew am Samstag gewinnt. "Ich habe 2009 grosse Ziele. Doch zunächst muss ich mich auf den Kampf gegen Drumond (24 Siege, 1 Remis, 17 vorzeitig) konzentrieren", erklärte der 30-jährige Tschagajew. Sein Trainer Michael Timm wurde deutlicher: "Klar hat Ruslan den russischen Giganten Walujew im Hinterkopf. Er will der Welt zum zweiten Mal zeigen, dass er ihn schlagen kann."

Ob der vierfache Schwergewichts-Weltmeister Evander Holyfield (46/USA), der am 20. Dezember 2008 in Zürich gegen Walujew durch einen umstrittenen Mehrheits-Entscheid der Punktrichter unterlag und Protest einlegte, dann den Sieger aus "Walujew vs. Tschagajew II" herausfordern kann, steht noch in den Sternen. Die WBA tendiert aber laut Exekutiv-Vizepräsidenten Gilberto Mendoza junior dazu.(APA/dpa)

 

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    Ein Blick hinauf verheißt nichts Gutes.

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