Wem die LehrerInnen fehlen

2. Februar 2009, 17:46
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Israelitische Kultusgemeinde muss teilweise Lehrkräfte in Israel anwerben

Wien - In Zusammenhang mit den Diskussionen um die Ausbildung islamischer Religionslehrer zeigt sich, dass auch andere Religionsgemeinschaften einen Mangel diesbezüglich aufweisen. Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) muss für ihre 1000 Schüler aufgrund des Lehrermangels in Österreich teilweise Lehrkräfte in Israel anwerben, die hier auf hohem Niveau ausgebildet werden.

Die orthodoxe Kirche war früher ebenfalls darauf angewiesen, viele ihrer Lehrer aus dem Ausland zu "importieren" . Seit dem Jahr 2006 werden diese jedoch an der Kirchlich Pädagogischen Hochschule Wien/Krems gemeinsam mit anderen christlichen Religionslehrern ausgebildet.  "Beispielsweise haben alle gemeinsam die didaktischen Fächer, nur spezifische theologische Fächer werden getrennt unterrichtet" , erklärt Dranislav Djukaric, Fachinspektor und Schulamtsleiter der orthodoxen Kirche. Auch die altkatholische Kirche profitiert von diesem europaweit einzigartigen Projekt. Die Ausbildung syrisch-orthodoxer und die armenisch-apostolischer Religionslehrer erfolgt hingegen im Ausland.

Die Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft (ÖBR) hat ebenfalls mit einem Nachwuchsproblem zu kämpfen. Trotzdem wurde keiner der 17 Lehrer aus dem Ausland geholt, da die Qualitätssicherung sonst nicht gewährleistet sei, sagt Hugo Klinger von der ÖBR. Alle buddhistischen Religionslehrer hätten umfassende Ausbildung nach österreichischen Standards. (ansch, APA/3. Feber 2009, DER STANDARD-Printausgabe)

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