Das Privileg der Unsichtbarkeit

2. Februar 2009, 15:20
posten

Rassismus unter dem Blickwinkel von Weißsein und Dominanzkultur

Würden die Angehörigen der westlichen Dominanzkultur die ungeheuerliche Geschichte ihres Verhältnisses zu den 'Anderen' besser kennen, sie würden sich selbst besser kennen" (Zitat von Christina Thürmer Rohr). Ein Buch zur Aus-Einander-Setzung mit dem Konstrukt der 'weißen Identität''.

Weiß-Sein - eine weiße, also unbeschriebene Fläche der Dominanzkultur, die in ihren Besonderheiten nicht definiert wird, sondern als ein quasi unsichtbares Privileg besteht? Wie konstituiert sich dieses "Wir-Sein" jener, die sich im Verhältnis zu den Anderen als Trägerinnen und Träger eines "Normalbewusstseins" sehen, das von dem Recht auf den eigenen Vorteil ausgeht, dem Recht auf Beurteilung der Anderen am eigenen Maßstab, auf die Verallgemeinerung der eigenen Perspektive, auf die eigene Definitionsmacht, auf die Ausübung oder Duldung von Gewalt, die von Mitgliedern der eigenen Kultur an den Anderen begangen wird?

An diesem Abend sollen u. a. einige Aspekte der critical whiteness studies vorgestellt und diskutiert werden, nämlich inwieweit diese für antirassistische Praxen hilfreich sind.

Termin und Ort

Mittwoch, 4. Februar, 19.00 Uhr
Galerie-Werkstatt NUU, Wilhelm Exnergasse 15, 1090

Buffet von moving pot
Eine Veranstaltung von Galerie-Werkstatt NUU & LILA. Blatt-form für feministische generationenübergreifende Diskurse, unterstützt von Braumüller Verlag. (red)

 

Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr:
Das Privileg der Unsichtbarkeit
Rassismus unter dem Blickwinkel von Weißsein und Dominanzkultur
Braumüller Verlag 2008
978-3700316732
Euro 24.90

  • Artikelbild
    foto: buchcover
Share if you care.