Rechnungshof warnte im November

2. Februar 2009, 14:10
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Bericht: Zahlungsrelevante Daten nachträglich veränderbar

Wien - Der Rechnungshof hat sich bei seiner Prüfung der Bundesbuchhaltungsagentur mit dem Thema Telebanking bereits im Vorjahr kritisch auseinandergesetzt. In dem im November öffentlich gemachten Bericht hielten die Prüfer "ein erhebliches Sicherheitsrisiko" fest. An der Schnittstelle Haushaltsverrechnung und der Telebanking-Anwendung sei es möglich, "zahlungsrelevante Daten nachträglich zu verändern". Auch das in der Bundesbuchhaltungsagentur eingeführte Vier-Augen-Prinzip biete dahingehend keine ausreichende Sicherheit.

Der RH legte vor allem dar, dass die in der Haushaltsverrechnung gebuchten Daten bei der später üblicherweise per Telebanking getätigten Überweisung nachträglich geändert werden könnten und empfahl, "diese Sicherheitslücke unverzüglich zu beheben". Außerdem sei es möglich, neue Zahlungsaufträge direkt im Telebanking anzulegen.

Jährlich führt die Agentur laut Rechnungshof rund 700.000 Zahlungsaufträge für 190 Bundeskonten durch, wobei die Zahlungen mit Telebanking getätigt werden. Das Finanzministerium kündigte in einer Stellungnahme gegenüber dem Rechnungshof an, ein Projekt zu starten, mit dem der Zahlungsverkehr in der Haushaltsverrechnung reorganisiert werde, um die Sicherheitslücke zu schließen. (APA)

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