"Wollen unbedingt nach Vancouver"

2. Februar 2009, 12:58
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ÖEHV-Team geht mit einer imposanten Erfolgsserie in Olympia-Qualifikation - Setzinger: "Nur Turniersieg im Sinn"

Wien - Mit einer Siegesserie und kräftigem Selbstvertrauen ist das österreichische Eishockey-Nationalteam am Montag nach Hannover aufgebrochen, um das Ticket für die Olympischen Spiele 2010 in Vancouver zu lösen. "Wir haben nur den Turniersieg im Sinn", betonte Oliver Setzinger nach dem 4:0 im Testspiel gegen Dänemark. Nach dem neunten Sieg in Serie gibt sich die Mannschaft von Teamchef Lars Bergström für die Spiele gegen Slowenien (Donnerstag, 16.00), Deutschland (Samstag, 15.30) und Japan (Sonntag, 13.30/alle live ORF Sport plus) optimistisch, den nötigen Turniersieg zu holen und zum 13. Mal bei Olympia dabei zu sein.

"Siegermentalität gezeigt"

Nach dem souveränen Erfolg gegen Dänemark durch vier Powerplay-Tore von Matthias Trattnig (2), Oliver Setzinger und Philipp Lukas, einem starken Debüt von Kanada-Legionär Michael Grabner und einem sicheren Bernd Brückler im Tor durfte Bergström zufrieden resümieren. "Mit hat gut gefallen, dass sie Siegermentalität gezeigt haben, dass wir die Taktik im Griff haben, das Spiel eins-gegen-eins, dass wir körperlich stärker waren. Wir haben in Unterzahl gut gespielt und unsere Chancen im Powerplay genützt. Und Brückler war ein starker Rückhalt", bilanzierte der Schwede. Lediglich die vielen Strafen und ein bisschen Ungenauigkeit im Passspiel will er noch verbessert sehen.

Stärken

Bei Grabner, der mit Setzinger und Lukas eine starke Linie bildet, "sieht man, dass er Qualität hat. Er hätte zwei, drei Tore machen können", sagte Bergström. Und Brückler, der sich beim finnischen Vizemeister Espoo Blues die Einsätze mit dem jungen, 2,01 m großen Torhüterriesen Mikko Koskinen teilen muss, ist frischer und scheint abgeklärter als in den vergangenen Jahren, als er im Team nicht ganz die hohen Erwartungen erfüllen konnte.

Also gehen die Österreicher mit großen Hoffnungen in das Turnier. "Für uns wäre es wieder einmal Zeit, teilzunehmen. Ich glaube, mit dem Teamgeist von Innsbruck (Anm.: Aufstieg in die A-WM) haben wir auch die Chance, Deutschland in Deutschland zu schlagen. Das haben wir schon bewiesen", meinte Verbandsmanager Giuseppe Mion. Die Bilanz der jüngeren Vergangenheit gibt ihm recht. Seit 2006 trafen Österreich und Deutschland viermal aufeinander, dreimal verließen die Österreicher das Eis als Sieger.

"Werden alles geben"

Auch die Spieler lassen keine Zweifel, dass sie nach der enttäuschenden Qualifikation 2005 in Klagenfurt diesmal bereit sind. "Wir wollen unbedingt nach Vancouver. Vor vier Jahren haben wir die Qualifikation selbst vergeigt, im Vorjahr waren wir bei der WM schon nicht in Kanada dabei. Jetzt wollen wir das wieder gutmachen", sagte Daniel Welser. Matthias Trattnig meinte: "Ich hatte schon die Ehre, bei Olympia dabei zu sein. Es gibt nichts Schöneres. Wir werden alles geben, damit wir dabei sind."

Allerdings gilt Deutschland als Favorit und Slowenien als gefährlicher Außenseiter. In der Weltrangliste liegt Deutschland auf Platz zehn, Auftaktgegner Slowenien auf Rang 15, unmittelbar vor Österreich (16). Der deutsche Teamchef Uwe Krupp will davon aber keine Favoritenrolle ableiten. "Die Weltrangliste bedeutet nichts, es ist ein Derby, die Chancen stehen 50:50. Wir sind auf Augenhöhe", meinte Krupp, der am Sonntag in Wien spionierte. Die Reise brachte ihm keine wirklich neuen Aufschlüsse, das Spiel hat nur "meine Meinung gestärkt, dass Österreich ein schwerer Gegner ist. Sie spielen nicht mehr so offen wie unter Boni." (APA)

 

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    Ein Schluck aus der Pulle für Dieter "Eis-Kalt".

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