Voggenhuber rechnet ab

2. Februar 2009, 10:52
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Grüner bezichtigt seine Partei "sexistischer Untertöne"

Wien - Der grüne EU-Parlamentarier Johannes Voggenhuber rechnet im Standard-Interview nach seiner Niederlage bei der Erstellung der EU-Kandidatenliste mit seiner Partei ab: Die Führung habe sich "seit langem darauf verständigt", ihn loszuwerden. "Sie hat das hinter den Kulissen systematisch betrieben", meint er.

Zuletzt, im Zuge der Kampfabstimmung um seine "Solidaritätskandidatur" für die EU-Listenvorderste Ulrike Lunacek, bei der Voggenhuber von der Wahlliste gestrichen wurde, habe es gegen seine Person sogar "sexistische Untertöne" gegeben, sagt Voggenhuber. "Ich bin da in einen Geschlechterkampf geraten."

Das Ansinnen der Salzburger Landesgruppe, ihn auf deren Liste zu setzen, um Voggenhuber doch noch ein Antreten bei der Wahl im Juni zu ermöglichen, lehnt er ab. Bundesgeschäftsführerin Michaela Sburny forderte am Sonntag den EU-Mandatar sowie seine Unterstützer auf, nun das Ergebnis des Erweiterten Bundesvorstandes zu akzeptieren. (red, DER STANDARD, Print, 2.2.2009)

Zum Interview: Voggenhuber: "Bin in Geschlechterkampf geraten"

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