EU-Kommission befürwortet Kurzarbeit

2. Februar 2009, 10:37
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Spidla-Sprecherin: "Es ist besser einen Job zu haben als keinen"

Auch für die EU-Kommission sei die Kurzarbeit ein adäquates Mittel im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit, die durch die Wirtschafts- und Finanzkrise hervorgerufen wird, sagte die Sprecherin von Sozialkommissar Vladimir Spidla, Chantal Hughes. "Die Zeiten sind schwierig und Kurzarbeit ist - obwohl es weit weg von einer idealen Lösung und mit Kosten für alle Beteiligten verbunden ist - eine mögliche Antwort auf die Wirtschaftskrise. Es ist besser, einen Job zu haben als gar keinen", erklärte sie.

Als Teil einer erweiterten "Flexicurity"-Strategie würden Beschäftigte im Arbeitsprozess gehalten und in jenen Stunden, in denen sie weniger arbeiten, könne eine Weiterbildung erfolgen, hieß es aus der EU-Kommission. Außerdem würden sowohl die Unternehmen als auch ihre Beschäftigten bei einem später einsetzenden Aufschwung ihre Vorteile ziehen können.

Kurzarbeit in mehreren EU-Ländern

Konkrete Daten über die Zahlen von Kurzarbeitern in den Mitgliedstaaten gibt es vorerst keine. In Österreich waren im Jänner 22.411 Personen in Kurzarbeit, wie das AMS im Zuge der Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten (siehe Artikel) am Montag bekanntgab.

Das Modell Kurzarbeit wird u.a. auch in Deutschland, Frankreich oder Slowenien vor allem in der am stärksten von der Wirtschaftskrise betroffenen Autoindustrie angewandt. Zuletzt hatte auch das Nicht-EU-Land Schweiz Kurzarbeit in 800 Betrieben gemeldet. (APA/red)

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