Artillerieangriffe auf Krankenhaus

2. Februar 2009, 07:25
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Mindestens neun Tote - Voll belegte Kinderstation getroffen - UNO und Rotes Kreuz verurteilen Beschuss

Colombo - Bei mehreren Artillerieangriffen auf ein Krankenhaus im umkämpften Norden von Sri Lanka am Wochenende sind nach Angaben des Roten Kreuzes mindestens neun Menschen getötet worden. 20 weitere Zivilpersonen wurden verletzt. Unter anderem soll die voll belegte Kinderstation der Klinik getroffen worden sein.

Der ranghöchste Beamte des Gesundheitswesens in der Region, Doktor Thurairajah Varatharajah, sagte, die ersten beiden der drei Angriffswellen vom Sonntag ließen auf die srilankesischen Streitkräfte schließen. Militärsprecher Udaya Nanayakkara wies dies jedoch zurück und machte die Rebellen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) der für den Angriff verantwortlich.

Lage "unübersichtlich"

Die Vereinten Nationen bestätigten den Beschuss und warnten vor möglicherweise steigenden Opferzahlen. Die Lage sei noch unübersichtlich. UNO-Sprecher Gordon Weiss sagte, es sei unfassbar, dass Menschen ein Krankenhaus beschössen. Der Leiter der Delegation des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in Colombo, Paul Castella, sagte: "Wir sind schockiert."

In dem Gebiet um das Krankenhaus Puthukkudiyiruppu hatte es bereits seit Samstag heftige Gefechte zwischen den Rebellen der LTTE und den srilankesischen Streitkräften gegeben. In der von den Rebellen gehaltenen Gegend, die von der Regierung immer stärker unter Feuer genommen wird, leben nach Schätzungen des Roten Kreuzes rund 250.000 Menschen, die verstärkt zwischen die Fronten geraten. (APA/AP)

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    In Sri Lanka sind nach Angaben des Roten Kreuzes bei mehreren Angriffen auf ein Krankenhaus mindestens neun Menschen getötet worden. Bereits am Samstag hatte es in der Gegend heftige Gefechte der srilankischen Streitkräfte mit den Rebellen der Befreiungstiger von Tamil Eelam gegeben.

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