Erneut mehr als 376 Flüchtlinge gestrandet

1. Februar 2009, 22:16
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Immigranten aus Marroko, Somalia und Irak

Rom - Am Sonntag sind erneut mehr als 376 Immigranten auf der größten süditalienischen Insel Sizilien gelandet. 226 Bootsflüchtlinge - darunter rund 28 Frauen - konnten am Vormittag von der Küstenwache an der Ostküste Siziliens in Sicherheit gebracht werden. Nach eigenen Angaben handelt es sich bei den Immigranten um Marokkaner, Somalier, Iraker und Palästinenser.

Bei Porto Palo an der Westküste rettete die Küstenwache hingegen rund 150 Somalier, die mit ihrem Holzkahn an den Felsen zu zerschellen drohten. Alle Flüchtlinge wurden in Auffanglager gebracht.

Vor einer Woche waren Hunderte von Immigranten aus dem Auffanglager der zwischen Sizilien und Nordafrika liegenden Insel Lampedusa ausgebrochen und hatten in einer beispiellosen Protestaktion gemeinsam mit der Inselbevölkerung gegen die Pläne des Innenministeriums demonstriert. Das Flüchtlingszentrum hat nur etwa 800 Betten. In den vergangenen Tagen drängten sich dort jedoch erneut mehr als 1200 Einwanderer. (APA/dpa)

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