Abbas fordert von Hamas Anerkennung seiner Autorität

1. Februar 2009, 21:09
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Mashaal lehnt dauerhafte Waffenruhe im Gazastreifen ab

Kairo - Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas hat die Anerkennung seiner Autorität zur Vorbedingung von Verhandlungen mit der radikalislamischen Hamas gemacht. Es werde keinen Dialog mit irgendwem geben, der die Palästinensische Befreiungsorganisation PLO nicht anerkenne, sagte Abbas am Sonntag in einer vom Sender Al Arabiya übertragenen Pressekonferenz in Kairo.

Die Hamas beschuldigte er, mit ihrem Vorgehen im Gazastreifen das Leben, das Blut und die Zukunft des palästinensischen Volkes aufs Spiel gesetzt zu haben. "Und warum? Ganz offen: Für Ziele, die keine palästinensischen sind."

Der im syrischen Exil lebende Hamas-Chef Chaled Mashaal hatte zuvor seine Absicht bekundet, die von Abbas geführte PLO in Zusammenarbeit mit anderen radikalen Palästinensergruppen durch eine neue Organisation zu ersetzen. Dieses Vorhaben kritisierte Abbas als "zerstörerisch", ohne Mashaals Namen dabei direkt zu erwähnen. Abbas war zu Vermittlungsgesprächen in Kairo, die ägyptische Regierung bemüht sich um eine Annäherung zwischen den rivalisierenden Palästinensergruppen.

Mashaal schloss am Sonntag bei einem Besuch im Iran einen dauerhaften Waffenstillstand im Gazastreifen vorerst aus. So lange die israelische Blockade des Gebiets anhalte, lehne die Hamas eine dauerhafte Waffenruhe ab, sagte Mashaal nach einem Treffen mit dem geistlichen Oberhaupt des Irans, Ayatollah Ali Khamenei.

Dieser ermahnte Mashaal, sich auf weitere mögliche Feindseligkeiten Israels gefasst zu machen. Der im syrischen Exil lebende Mashaal besucht regelmäßig den Iran, dessen Regierung einer der wichtigsten Verbündeten der Hamas ist. (APA/AFP)

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