UNO-Sondergesandter will Dialog mit Junta neu beleben

2. Februar 2009, 07:16
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Gespräche mit hochrangigen Vertretern der Militärjunta geplant - Auch Treffen mit Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi

Rangun - Bei voriger VisDer UNO-Gesandte für Burma, Ibrahim Gambari, ist nach Angaben von Regierungsbeamten mit der unter Hausarrest stehenden Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi zusammengetroffen. Gambari habe die Friedensnobelpreisträgerin am Montag in einem Gästehaus der Regierung in Rangun gesprochen, erklärten die Beamten, die nicht namentlich genannt werden wollten. Suu Kyi sei für das Treffen in das Gästehaus gebracht worden. Gambari hat seinen viertägigen Besuch in dem von einer Militärjunta regierten südostasiatischen Land am Samstag begonnen.

Die 63-jährige Suu Kyi stand mehr als 13 der vergangenen 19 Jahre unter Hausarrest. Gambari ist nun bereits zum siebten Mal nach Burma gereist. Suu Kyi hatte sich zuletzt geweigert ihn zu treffen, da seine Vermittlungsmission keine Ergebnisse erzielte. Auch der Führer der Militärjunta, General Than Shwe, hatte Gambari zuletzt abblitzen lassen. Ob es während der gegenwärtigen Visite zu einem Treffen mit dem Machthaber kommen würde, war zunächst unklar.

Freilassung politischer Gefangener

Gambari will sich für die Freilassung politischer Gefangener einsetzen, das Problem der lahmenden Wirtschaft erörtern und einen Dialog zwischen der Junta und Suu Kyi initiieren.

Burma wird seit 1962 von Generälen regiert. Die gegenwärtige Junta kam 1988 an die Macht und schrieb 1990 Wahlen aus, die Suu Kyis Partei haushoch gewann. Die Generäle erkannten das Wahlergebnis jedoch nicht an und regieren das Land seither mit eiserner Faust. Im September 2007 wurden von buddhistischen Mönchen angeführte friedliche Massenproteste blutig niedergeschlagen.

(APA/AFP/dpa)

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