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Richtig oder falsch? Auch Knigge weiß keine Antwort.
War doch vergangene Woche ein Spross des berühmten Freiherrengeschlechts derer von Knigge zu Besuch in Wien, um das familieneigene Wissen in Sachen Besteckhaltung, Serviettenfaltung und anderweitige Umgehung etikettetechnischer Kalamitäten an so Typen wie mich weiterzugeben. Das ist mutig, bloß konnte Herr von Knigge, wie er ohne jeden Genierer zugab, zum fraglichen Thema rein gar nichts beitragen.
Ausstaffierter Benimm-Auskenner
Geladen hatte nämlich der japanische Sojasaucenbrauer Kikkoman, das Thema war Tisch-Etikette in Japan, der Ort das japanische Restaurant Unkai im Wiener Grand Hotel. Bloß: Stargast von Knigge konnte zum lauttechnisch richtigen Schlürfen der Miso-Suppe nichts Gültiges raten. In Ermangelung exakter Kenntnisse riet der mit dickem Tweedanzug, roten Socken und wallenden Koteletten wie die Karikatur eines deutschen Freiherren ausstaffierte Benimm-Auskenner also, bei Tisch in Japan erst mal zuzuwarten - und es dann den Gastgebern ganz genau nachzutun.
Toller Tipp, wer hätte daran gedacht. Wenn das sich aber nicht ausgehe, beim genussvollen Aufziehen von vergorener Bohnenpaste etwa, die nicht nur nach Verwesung riecht, sondern auch schleimige Fäden zieht - dann könne man ja immer noch fragen, was man tun solle. Das, so Knigge, sei nämlich seine beste Regel: Keine Angst vor dummen Fragen, die kommen nämlich besser, als man denkt. (Severin Corti/Der Standard/Printausgabe/31.1./1.2.2009)
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In Asien ist die Frage ob man Nudelsuppe schluerfen darf oder nicht,keine Frage der Etikette. Vielmehr ein persoenliches Ding, ob man sie schluerft oder nicht. Mir persoenlich wuerde es den Genuss versauen , wenn ich zu sehr auf schluerfen oder nichtschluerfen achten muesste. Meine Schwester bekommt immer einen Horror, wenn ich das tue. Seitdem essen wir keine Nudelsuppen mehr gemeinsam. Ich esse dann nur noch mit UeberzeugungsschluerferInnen.
unser Freiherr, natürlich schaut man bei so unbekannten Speisen wie Udon-Suppe oder Natto wie es die Profis machen. Oder man fragt (sofern man das Glück hat, dass der Ober oder sonst jemand Englisch oder gar Deutsch spricht). Und das Schlürfen kann auch stilvoll mit an den Mund gehobener Schale erfolgen. Außerdem dient es der Abkühlung der Udon oder Ramen - Nudeln. In manchen Restaurants bekommt man sogar Papierschürzen zum Schutz der eigenen Kleidung, schließlich ist kleckerfreies Schlürfen bei Ramen kaum möglich(^_^).
Natto gibt es auch in Hamburg (Rosenstr., Klosterwall) und Berlin (Ansbacherstr.) - ist allerdings wie stinkender Käse nicht jedermanns Sache. Aber es gibt ja auch kaum einen Japaner, der Lakritz oder Blutwurst mag{{(>_<)}}
als erstes yuhören, aufmerksam zuhören...
denn miso suppe - wie soll man sie den schlürfen herr journalist?
da geht es um Ramen - Nudelsuppe, denn die gehört sehr wohl geschlürt. über wie laut läßt sich dann streiten... damen auf jeden fall etwas leiser...
oder wie in diesem Fall macht er es runter.
Miso wird hauptsaechlich durch die Vergaerung von Reis, Gerste und Soya (Bohnen) gewonnen. Von Miso gibts fast so viel Arten wie bei uns von Kaese. Mit verschiedensten Aroma Noten und verschiedensten Anwendungsgebieten.
Eine klare Misoshiru zieht ausserdem ueberhaupt keine schleimigen Faeden.
Das ganze nur als nach Verwesung riechende Bohnenpaste zu beschreiben zeigt nur das man sich mit dem Thema unzureichend beschaeftigt hat.
So als ob ein Japaner aus der Provinz ueber unseren Kaese herziehen wuerde und ihn als 'nach vergammelter Milch riechend' beschreiben wuerde.
lustig daran ist,dass es dann wieder dieselben schreiberlinge sind,die chinesische,japanische,koreanische lokale besuchen und beschreiben,als hätten sie die alleinige weisheit gepachtet.und sie massen sich sogar an,punkte und hauben zu vergeben-und der tross der gläubigen(sprich ahnungslosen) folgt ihnen blind. es ist dasselbe,als müssten chinesen und japaner einen führer über schweinsbraten,blunzn und wiener schnitzel verfassen.
lg
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