Teheran soll Nato Nachschubwege öffnen

31. Jänner 2009, 08:13
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Gespräche von Militärexperten "auf einer unteren Fachebene" - Bisher werden Truppen über Pakistan versorgt

Köln - Die NATO hat nach einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeigers" Verhandlungen mit dem Iran über die Öffnung von Nachschubwegen für den Militäreinsatz in Afghanistan begonnen. Es gebe Gespräche zwischen Militärexperten "auf einer unteren Fachebene", berichtet die Zeitung unter Berufung auf diplomtische Kreise. Dabei gehe es um die Versorgung von NATO-Truppen im heftig umkämpften Süden Afghanistans, wo überwiegend britische, kanadische und niederländische Soldaten stationiert sind.

Unsichere Versorgung

"Die Versorgung des Militärs in Afghanistan kann ohne Einbeziehung des Irans kaum noch sichergestellt werden", zitiert der "Kölner Stadt-Anzeiger" einen Militärexperten. Demnach begannen die Verhandlungen zwischen der NATO und dem Iran bereits während der Amtszeit des früheren US-Präsidenten George W. Bush, der Teheran zur "Achse des Bösen" zählte.

Bisher wird der Großteil des Nachschubs für die internationalen Truppen in Afghanistan über Pakistan geliefert. Die Grenzregion ist in den vergangenen Monaten aber zunehmend unsicherer geworden; NATO-Konvois wurden dort mehrfach angegriffen. (APA)

 

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