Oliver Wimmer gewinnt Finale der vierten Staffel

30. Jänner 2009, 23:10
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17-jähriger Burgenländer setzte sich gegen zwei Mitstreiterinnen durch - 855.000 sahen die Finalshow - Lorenz: Oliver "wird ganz sicher Karriere machen"

Sein Gitarrensolo verhallte zwar ungehört, aber er überzeugte dennoch: Der 17-jährige Oliver Wimmer ist Sieger der vierten Staffel des ORF-Castingbewerbs "Starmania". Der Burgenländer setzte sich am Freitag mit 53,5 Prozent der Stimmen gegen die zweitplatzierte Silvia Strasser durch, obwohl ihm bei der entscheidenden Performance des beim Finale uraufgeführten Poprock-Songs "Blown Away" die live gespielte Gitarre ausfiel. Der Sieg selbst sei ihm nicht so wichtig gewesen, sagte Oliver nach dem Finale. Schon vor der Show habe er sich gemeinsam mit Silvia und Maria "als Sieger gefühlt".

"Oliver, ich bin dein Fan."

Juror Roman Gregory brachte auf den Punkt, was auch die Mehrzahl der Starmania-Seher empfand: "Oliver, ich bin dein Fan." Mit dem Song "Blown Away", den Oliver nach seinem Sieg wiederholte, konnte er seine höchste Saalwertung (9,8) erzielen. Der letzte Song im Finale sollte andeuten, in welche musikalische Richtung der vom ORF ausgerufene "Star des Jahres" gehen will, und auch die erste Single sein. Oliver meinte, dass er seinen Sieg seiner Vielseitigkeit verdankte. "Ich habe mich heute von drei ganz verschiedenen Seiten gezeigt und völlig unterschiedliche Songs präsentiert. Anscheinend ist das aufgegangen." Realisiert hatte er seinen Erfolg noch nicht: "Als das Ergebnis verkündet wurde, war ich ganz ruhig. Jedes Ergebnis wäre mir recht gewesen."

"Wird Karriere machen"

ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz zeigte sich mit dem Voting der Zuseher "sehr zufrieden": Oliver werde "ganz sicher Karriere machen", sagte er zur APA. Auch Produzent Thomas Rabitsch meinte zur APA: "Dafür hat sich Starmania ausgezahlt. Der Oliver hat's drauf. Er ist 17 Jahre, extrem musikalisch. Der wird seinen Weg gehen." Rabitsch über Olivers Zukunft: "Es ist jetzt vor allem spannend, ob Ö3 seine Songs spielt." Produzent Markus Spiegel sah im APA-Gespräch die "Möglichkeit", dass Oliver der "erste Teenie-Popstar in Österreich mit intellektuellem Hintergrund" werden könnte.

Quoten "wurscht"

"Solchen jungen Menschen eine Chance zu geben, ist der Sinn solcher Shows. Die Sinnhaftigkeit erklärt sich also von selbst", unterstrich Lorenz. Die Quoten seien ihm gemessen daran "wurscht". 855.000 Zuseher wollten sich am Freitagabend durchschnittlich die Kür des "Stars des Jahres" nicht entgehen lassen (Marktanteil: 44 Prozent). Die Uraufführung der beiden neuen Songs von Oliver ("Blown Away") und Silvia ("Skin Deep") sahen zuvor durchschnittlich 817.000 Zuseher (Marktanteil: 35 Prozent), das Ausscheiden Marias nach der ersten Runde interessierte 756.000 ORF-Seher (31 Prozent Marktanteil). Zum Vergleich: Beim Wettsingen zwischen Michael Tschuggnall, Christina Stürmer und Boris Uran fieberten im Februar 2003 im Durchschnitt 1,4 Millionen Zuseher mit. Der Dreikampf zwischen Nadine Beiler, Tom Neuwirth und Gernot Pachernigg lockte durchschnittlich 970.000 Zuseher an, bei der finalen Entscheidung zwischen Nadine und Tom waren es sogar 1,17 Millionen Seher.

Eine solche "Nachwuchsarbeit" könne man nicht an Quoten messen, sagte Lorenz, wenngleich er einräumte, dass "gewisse Formate eine Auslaufzeit haben". Dazu zählt der Programmdirektor Shows wie "Starmania" und "Dancing Stars", wobei er davon überzeugt ist, dass die bald startende Staffel von "Dancing Stars" noch einmal ein Erfolg werden kann.

"Drei Sieger"

Mit dem Sieg von Oliver wurde eine Starmania-Tradition gebrochen: Erstmals kam der Sieger nicht aus Tirol, die bisherigen Gewinner Tschuggnall, Verena Pötzl und Nadine Beiler sind alle Tiroler. Aber, wie die Starmania-Zweite Christina Stürmer vormachte, könnten auch Nicht-Erstplatzierte im Musikgeschäft Fuß fassen, sagten Lorenz und Rabitsch: Silvias Zukunft sieht Lorenz im Volksmusik-Genre und Maria könnte sich im Musical-Bereich etablieren. "Insofern hat die Staffel drei Sieger." Auch Rabitsch sagt: "Silvia ist ein Märchen. Man braucht Starmania nicht gewinnen, um ein Star zu werden.". Auf die Frage, ob man aber ein Star werden kann, wenn man Starmania gewinnt, sagte er: "Das werden wir jetzt sehen." (APA)

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    Oliver Wimmer ist "ORF-Star des Jahres".

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