Staatsgelder: RZB, ÖVAG, Erste und Bank Austria im Finale

30. Jänner 2009, 19:23
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RZB will 1,75 Milliarden vom Staat - UniCredit-Chef Profumo wartet ab

Wien/Mailand/Davos - Die Bankenhilfen gehen ins Finale. Die Österreichische Volksbanken AG soll in Sachen Staatskapital bereits mit der Regierung handelseins sein. Demnach soll das Spitzeninstitut des Volksbankensektors eine Milliarde Euro bekommen; eine Privatplatzierung erfolgt nicht. Die ursprünglichen Ideen (die Primärbanken sollten ebenfalls Kapital einschießen) wurden verworfen;

Der Zinssatz beträgt 9,3 Prozent - die Tatsache, dass die Dividende mangels Privatplatzierung beschränkt wird, ist dagegen nicht von Relevanz: in der Volksbanken AG rechnet man damit, dass es weder heuer noch nächstes Jahr Gewinne geben wird.

RZB will 1,75 Milliarden

Die RZB will 1,75 Mrd. vom Staat (750 Mio. Euro von den Aktionären) und rechnet mit einer Verzinsung des Kapitals von acht Prozent. Die Erste Group will 2,7 Mrd. Euro. Auch die Bank Austria-Mutter Unicredit will Staatshilfe in Anspruch nehmen. Vorerst in Österreich, wie UniCredit-Chef Alessandro Profumo in Davos erklärte. Als Grund für die mögliche Inanspruchnahme der Unterstützungen gab der Bankchef die Risiken in den osteuropäischen Nachbarstaaten an. Er schließe die Gefahr eines Defaults in einer der osteuropäischen Staaten, etwa in der Ukraine, nicht aus. Trotz der Krise in Osteuropa hält er an seiner Strategie einer europäischen Bank fest.

Was die von der italienischen Regierung angekündigte Bankenhilfe betrifft, will Profumo vorerst die Konditionen abwarten. Die jüngste UniCredit-Kapitalerhöhung von drei Mrd. Euro erwies sich als Flop. Nur 0,4 Prozent wurden gezeichnet. (tkb, gra, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 31.1./1.2.2009)

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