Verschrottungsprämie

30. Jänner 2009, 19:24
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Café Dommayer. Drei Damen: EINS, ZWEI und DREI

(EINS blättert in einer Tageszeitung, ZWEI isst einen Topfenstrudel, DREI liest ein Buch.)

EINS (von der Zeitung aufblickend, zu ZWEI): Diese Verschrottungsprämie finde ich absolut

sinnvoll. Du gibst den alten weg, nimmst dir einen neuen und -

ZWEI: Mann?

EINS: Wagen.

ZWEI: Wagen, ach so.

EINS: - und alle sind zufrieden. Ich mein', sicher, ein neuer ist auch nicht billig, aber 1500 Euro sind ein gutes Geld, und der alte kostet doch nur, verbraucht eine Menge, stinkt, vergiftet das Klima, und halb kaputt ist er meistens sowieso.

ZWEI: Also doch Mann.

EINS: Wagen, wenn ich sag'!

ZWEI: Wagen, ich weiß nicht... An so was hängt man...

EINS: Trotzdem. (Zu DREI:) Was sagst du, Gisi? (Kurze Pause, dann lauter:) Gisi! Was du dazu sagst!

DREI (schaut von ihrem Buch auf): Zu was?

EINS: Verschrottungsprämie.

DREI: Ist das dieser Literaturpreis für Ilias-Übersetzer? Bin ich dagegen. (Vorhang)

(Antonio Fian, DER STANDARD/Printausgabe, 31.01/01.02.2008

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