Senioren fühlen sich jünger

31. Jänner 2009, 11:00
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Studie: Differenz zwischen chronologischem und gefühltem Alter betrug mehr als zehn Jahre

Berlin - Senioren jenseits der 70 fühlen sich wesentlich jünger als es ihrem tatsächlichen Alter entspricht. Die Differenz zwischen chronologischem und gefühltem Alter betrug in einer Langzeitstudie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung mehr als zehn Jahre und blieb auch langfristig stabil.

Die Psychologen untersuchten 516 Berliner im Alter von 70 bis 104 Jahren. "Die Teilnehmer unserer Studie fühlten sich durchschnittlich 13 Jahre jünger als es ihrem Lebensalter entsprach", sagt Anna Kleinspehn-Ammerlahn. "Das Überraschende für uns war, dass sich an dieser Einschätzung im Lauf des sechsjährigen Beobachtungszeitraums so gut wie nichts änderte." Allerdings hing das gefühlte Alter stark von der jeweiligen Gesundheit ab.

Blick in den Spiegel

Die Forscher wollten außerdem wissen, wie alt sich die Teilnehmer beim Blick in den Spiegel einschätzten. Fühlten sich die Senioren anhand des Aussehens anfangs noch zehn Jahre jünger, lag die Differenz zum Lebensalter am Ende der Studie nur noch bei sieben Jahren. Frauen schätzten sich hier im Mittel vier Jahre älter als Männer.

Das Geschlecht beeinflusste auch die Zufriedenheit im Alter. So sahen die Männer ihr Alter zu Beginn der Studie positiver als die Frauen. Diese Zufriedenheit ließ aber im Lauf des sechsjährigen Studienzeitraums bei den Männern stärker nach, wie die Forscher im "Journal of Gerontology" schreiben. (APA/AP)

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