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vergrößern 500x297Johannes Voggenhuber ist enttäuscht.
Johannes Voggenhuber wird nicht auf die Kandidatenliste der Grünen für die EU-Wahl aufgenommen. Das ist das Ergebnis der Sitzung des erweiterten Bundesvorstandes der Grünen, die am Freitag stattgefunden hat. 12 Personen stimmten, so hört man, in einer geheimen Wahl für die Kandidatur Voggenhubers, 17 dagegen.
Der bisherige Delegationsleiter der Grünen zeigte sich enttäuscht: "Sie sehen, ich habe meine Koffer gepackt." Über seine persönliche Zukunft wollte er nichts sagen. Dies wolle er nicht in der Emotion festlegen. Er sei jedenfalls "tief betroffen". Eine Gegenkandidatur plant er nicht.
Voggenhuber war am Bundeskongress im Kampf um den ersten Listenplatz recht knapp gegen Ulrike Lunacek gescheitert. Nun wollte er einen jener Kandidaten-Plätze, die nicht vom Kongress gewählt sondern vom Erweiterten Bundesvorstand vergeben werden. Ins EU-Parlament wollte Voggenhuber über Vorzugsstimmen einziehen.
Die Meinungen bei den Grünen zur Kandidatur Voggenhubers lagen vor der Sitzung des erweiterten Bundesvorstandes weit auseinander (derStandard.at berichtete), bis zuletzt war unklar, wer bei der Abstimmung die Oberhand gewinnen würde. Niederösterreich und Wien hatten wenig Verständnis für Voggenhubers Ansinnen gezeigt, Kärnten und Salzburg hingegen schon. Die Debatte über die Kandidatenliste hatte gegen 14.00 Uhr mit dem Eintreffen Voggenhubers begonnen.
"Gestörte Vertrauensbasis"
Grünen-Chefin Eva Glawischnig erklärte die Niederlage Johannes Voggenhubers mit einer "gestörten Vertrauensbasis", die nicht weder zu kitten gewesen sei. Es sei bei der mehrstündigen Diskussion im Vorstand am Freitag (richtig) nicht um politische Inhalte sondern um Fragen des Vertrauens gegangen. Sie argumentierte die Entscheidung gegen eine Kandidatur Voggenhubers auch mit der Kandidatenwahl beim Bundeskongress vor zwei Wochen, bei dem der EU-Parlamentarier in einer Kampfabstimmung gegen Ulrike Lunacek die Spitzenkandidatur verloren hatte.
Außerdem sei Voggenhubers Vorstoß, auf dem letzen Listenplatz zu kandidieren, "keine eindeutige Solidaritätskandidatur" gewesen. Voggenhuber hatte heute klargemacht, dass er eigentlich über Vorzugsstimmen wieder an die Spitze wollte.
"Machtfrage"
Aber auch der langjährige Grüne-Abgeordnete schenkte Glawischnig nichts. Voggenhuber warf der Parteispitze vor, es auf einen Konflikt mit ihm angelegt zu haben. "Getroffen" zeigte er sich davon, dass man versucht habe, ihn zum Rückzug zu bewegen. Die Parteiführung habe die Angelegenheit bewusst "zur Machtfrage" erklärt, um damit den Vorstand hinter sich "zu zwingen". (red, APA, derStandard.at, 30.1.2009)
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Es ist sehr wohltuend in den Blogs der beiden zu lesen, daß sie, trotz des erheblichen Risikos für ihre politische Zukunft, offen zu ihrer Meinung stehen und sich nicht der Fehlentscheidung des Zentralkomitees und seiner ehrenwerten Vorsitzenden Glawischnig beugen.
Danke an die letzten Konsequenten Politiker der Grünen Partei!
vor allem chorherr's post hat gut getan... obwohl es letztendlich doch auch nur der versuch der schadensbegrenzung ist.
mit VdB und JV sind die letzten für mich wählbaren leute draußen bei den grünen, jetzt herrscht halt die Befindlichkeit der "Schrecklichen" Glawischnigg ;-)
Es hilft nix, wenn Pilz, Voggenhuber und Chorherr verändern wollen, wenn Sie den Druck der Basis aber nicht hinter sich haben.
Hier bekundete Sympathien sind gut. Wichtiger wäre, dass IHR hier eure Meinung verbalisiert bzw. die RICHTIGEN Meinungen anderer unterstützt.
Damit der Unmut transparent wird:
http://tinyurl.com/pilzwillswissen
Deswegen hat eine Integrationsfigur wie VdB den Grünen auch so gut getan.
Da gibts die Grün-Wähler, die sehr linke Politik wollen.
Da gibts die Grün-Wähler, die jeden Grashalm schützen wollen
Da gibts die Grün-Wähler, die sich eine sozial-liberale Partei wünschen.
Da gibts die Grün-Wähler, die von Feminismus angetan sind.
Da gibts Grün-Wähler die sehr Europäisch sind, und welche die eigentlich Anti-Europäisch sind.
Das ist für die Grünen eine Chance - aber eben auch schwierig, weil es darum geht, die verschiedenen Erwartungen unter einen Hut zu bringen. Die Grünen brauchen jemanden an der Spitze, der moderiert, und nicht selbst irgendwelche radikalen Positionen vorgibt. VdB hat das geschafft - EG schafft das offensichtlich nicht.
hm, anscheinend würden sich doch recht viele, sogar jene denen die Grünen sympathisch sind, darüber freuen wenn die Grünen bei der nächsten EU-Wahl total abstinken. Je höher die Niederlage, desto besser. Ich kann mir kaum vorstellen, dass diese Lust an der Niederlage so plötzlich kommt. Dieser Frust über die grüne Politik muss sich demnach schon über längere Zeit angesammelt haben und bricht jetzt voll aus. So wie es eigentlich von einigen analysiert wurde, dass die Integrationsfigur vdB ziemlich viel überdeckt hat.
Naja, der extremen Rechten wird es freuen, wenn sich die Grünen auflösen. Wenigstens gilt nicht "Wir halten zusammen, angesichts des gemeinsamen Feinds". WählerInnenmobilisierung sieht anders aus;)
und dabei geht es mich in erster linie gar nicht so sehr um die person v (obwohl er meine vs bekommen hätte), sondern um den umgang mit der basisdemokratie.
damit haben die grünen sich den ast, auf dem sie saßen, selber abgesägt (nicht zum ersten mal) und das, was die "alte garde" der grünen aufgebaut hat, wird nun von glawischnig & co zu grabe getragen, denn ich bin fest davon überzeugt, dass sie so einen großen teil der wählerschaft verstimmt haben.
so kann man schon im vorfeld eine wahl verlieren.
Wie auch immer man zur Person Voggenhubers stehen mag, der ganze Ablauf zeigt, dass mit seiner Demontage durch die Parteispitze eine neue Dimension in die Politik eingebracht wurde. Hier ging es nicht darum, einen glücklosen Spitzenkandidaten ,der uneinsichtig seinen Posten nicht räumen will loszuwerden, es ging auch nicht darum, einen Kurswechsel einzuleiten-es ging offensichtlich schlichtweg nur darum, eine , von der Parteispitze gewünschte Person auf Platz 1 zu hieven!Und es ist wohl echt einzigartig-und in meinen Augen ein bemerkenswerter Fehler-auch noch öffentlich zuzugeben,dass man befürchtet, Voggenhuber könne mehr Stimmen bekommen, als die Wunschkandidatin!Der Wahlerfolg ist also Nebensache?
Tatsache ist, dass es *mögliche* Mehrheiten gegeben hat, die eine grüne Beteiligung nicht grundsätzlich ausgeschlossen hätten. Selbstverständlich sollte eine Partei auch Regierungsverantwortung anstreben. Aber es kommt auch auf die Inhalte an. Regieren um jeden Preis kann nicht die Lösung sein. Da die Grünen alleine keine 50 % haben, sind sie auf einen Koalitionspartner angewiesen, und um die Kompromissfähigkeit beider Seiten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Nati... swahl_2002
Nun sind Sie mit dem Argumentieren dran.
Als Glawischnig am Parteitag mit 97% gewählt wurde, fragte sie selbstverliebt-kokett: "Meint ihr das ernst?"
Tja, die Funktionäre und vor allem die Innen feierten einen Triumph, und Glawischnig glaubte, das repräsentiere das grüne Wahlvolk.
Bei der EU-Wahl wird sie nun sehen, wie es wirklich aussieht.
Ob sie den Wiedereinzug schaffen werden?
Die grünen Umfragewerte waren bekannt, aber statt mal nachzudenken ob es nicht in die falsche Richtung geht rückte Grün halt lieber zusammen.
Die warten wahrscheinlich alle dass aus dem Führerinnenbunker der Einsatz einer Wunderwaffe befohlen wird...
Ich denke schon, dass sie den Einzug schaffen. Es gibt mit Sicherheit auch Wähler, die die Glawischnig-Linie schätzen. Aber ich denke auch, die Grünen werden an Unterstützung verlieren. Die Grünen haben es jetzt verabsäumt, ein breites Angebot zu machen.
Vorzugsstimmen für Voggenhuber hätten theoretisch die Wunschreihenfolge der Parteispitzen umwerfen können. Es wären aber trotzdem - vermutlich zusätzliche - Stimmen für die Grünen gewesen.
Wahrscheinlich der Dank dafür, dass er das bisher beste Ergebnis der Grünen eingefahren hat.
"...Voggenhuber gilt allgemein als brillanter Querdenker mit hoher EU-Kompetenz in Fragen Demokratie und europäischer Konvent und war stets verlässlicher Konfliktpartner der Grünen Funktionärinnenkaste. Er forderte stets von diesen Öffnung, Transparenz und mehr inhaltliche Qualität ein, womit er sich in den Parteigremien Feindinnen geschaffen hat, da er den österreichischen Weg des faulen Kompromisses stets ablehnte. Zur Erinnerung: Voggenhuber hat das bis dato beste Wahlergebnis der Grünen mit rund 13,5% in Österreich zu verantworten. "
http://www.glocalist.com/news/kate... ggenhuber/
Für mich der schwerste Sündenfall der Grünen. Das war's dann wohl mit Grünwählen bis auf weiteres.
Das einzig Positive könnte sein, dass statt jahrelanger Stagnation oder scheibchenweisen Niedergangs (an dem dann wieder die dummen Strachewähler schuld sind) ein Paukenschlag in Form (hoffentlich nur) einer deftigen Wahlniederlage Glawischnig und ihre Funktionärsclique hinwegfegt.
In diesem Forum schmeißen sich schätzungsweise 200-400 Menschen grüne Stricherln nach. Ich gehe einmal davon aus, daß diese Menschen ohnehin mehrheitlich Grün gewählt haben.
Die Ablehnung (eigentlich hat er ja nicht abgelehnt sondern sich nicht beworben) des 2 Listenplatzes beim Bundeskongress war falsch von Voggenhuber. Ja!
Die spätere Einsicht und das Angebot/Ersuchen an die Partei zeugt für mich allerdings von der Ernsthaftigkeit des Johannes Voggenhuber. Dieses Angebot/Ersuchen dann jedoch zurückzuweisen zeugt von Engstirnigkeit. Es scheint mir schon fast ein wenig Infantil.
die ihn zuerstmal absägen wollten.
damit wäre er dann für 90% der stimmen verantwortlich gewesen und hätte sich von diesen ahnungslosen auf die schultern klopfen lassen müssen "wir habens doch gesagt, dass das hinhaut mit der lunacek, johannes"
nur hat er halt nicht damit gerechnet, dass das nächste gremium angst vor zuvielen wählerstimmen haben könnte.
welcher politiker in einer demokratie würde je auf die idee kommen, dass diese angst innerhalb einer partei existiert?
G. hat ja auch zuerst rausposaunt, das sie gerne V.s Schützenhilfe beim EU Wahlkampf hätten.
Dann kam der Schachzug mit dem letzten Platz von V. Und dann dürfte eine Beraterin G. zugeflüstert haben, das es da diese Möglichkeit der Vorzugsstimmen gibt.
Daraufhin haben es G. Und L. mit der Angst zu tun bekommen - und eben gezeigt das es nur um Frau ging. Bezeichnend da zu Sburny Statemet ("...er ist halt ein Mann..") Man erinnere wie man über D. hergefallen ist, als er es gewagt hat, zu sagen das die Frauen kompetent(?) sind und nicht nur einen busen haben. Sie scheinen mit aller Gewalt beweisen zu wollen das es nur ums X Chromosom geht.
Aber es ist okay, vielleicht braucht Ö eine Feministinnenpartei - die Wähler haben das Wort
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