Grafikmarkt: Nvidia ist Intel auf den Fersen

30. Jänner 2009, 14:11
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Absatzeinbruch hält Branche bis Jahresmitte im Griff

Das Geschäft mit Grafikchips ist gegen Ende des Vorjahres deutlich geschrumpft. Hersteller Nvidia konnte sich im Vergleich zur Konkurrenz jedoch behaupten und gegenüber dem Branchenriesen Intel Marktanteile gut machen. Den Marktforschern von Jon Peddie Research (JPR) zufolge baute Nvidia den Branchenanteil im vierten Quartal von 27,8 auf 30,7 Prozent aus. Die großen Konkurrenten Intel und AMD hatten aufgrund des schwächeren Absatzes hingegen das Nachsehen und büßten Marktanteile ein. Allerdings ist das Anteilsplus für Nvidia nur mit einem vergleichsweise geringeren Einbruch der Stückzahlen begründet. So konnte sich kein Anbieter der insgesamt stark rückläufigen Entwicklung des Sektors entziehen. Mit einem Minus von satten 35 Prozent auf insgesamt 72,35 Mio. verkaufte Grafikchips ging der Markt erstmals seit acht Jahren vom dritten zum traditionell starken vierten Quartal zurück.

Überarbeitete Produkte

"Wir haben im Vorjahr einige überarbeitete Produkte auf den Markt gebracht und konnten neben einer höheren Taktung auch bessere Preise anbieten, um unsere Performance zu verbessern", erklärt Nvidia-Sprecher Jens Neuschäfer im Gespräch mit pressetext. 2009 sei dennoch ein insgesamt schwieriges Jahr zu erwarten. Während das Unternehmen bereits gegen Ende des dritten Vorjahresquartals weltweit Stellen abbauen und Restrukturierungsmaßnahmen ergreifen musste, werden Neuschäfer zufolge in diesem Jahr besonders im Mainstream-Grafikmarkt Rückgänge zu verzeichnen sein. "Den größten Schub erwarten wir im Notebook-Bereich, dieser hat noch Potenzial. Im Desktop-Segment dürfte sich außerdem der High-End-Bereich relativ stabil entwickeln", meint Neuschäfer gegenüber pressetext.

Gewinne

Im vierten Quartal des Vorjahres konnte Nvidia sowohl mit Notebooks als auch im Desktop-Segment Marktanteile dazu gewinnen. Dennoch schmolzen die Verkaufszahlen um 28 Prozent. Mit einem um 37 bzw. 39 Prozent niedrigeren Absatz wurden die Konkurrenten Intel und AMD jedoch noch deutlicher vom Abwärtstrend erfasst. Angesichts der schwachen Branchenentwicklung kann Intel die Marktführerschaft mit insgesamt 47,8 Prozent weiterhin behaupten. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr ist das Branchenvolumen bei Grafikchips von 100,5 Mio. Einheiten um 28 Prozent deutlich eingeknickt. Den JPR-Marktforschern nach bleibt auch die erste Jahreshälfte 2009 von einem niedrigen Absatz geprägt. Eine Erholung der Nachfrage sei erst ab Jahresmitte zu erwarten. (pte)

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