Telekom Austria will bis 2012 gut 1,3 Mrd. Euro Dividende ausschütten

30. Jänner 2009, 13:23
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Umsatz soll in den nächsten drei Jahren leicht steigen, Ebitda stabil bleiben - Sparprogramm im Festnetz

Die Telekom Austria will in den kommenden drei Jahren 1,35 Mrd. Euro an Dividende ausschütten, gab Telekom-Chef Boris Nemsic bekannt. Der Cash-Flow soll bei rund 3,2 Mrd. Euro liegen. Nemsic ging auch auf die Kritik an der Ostexpansion ein und meinte: "Die erfolgreiche Entwicklung unserer Gesellschaften in Kroatien, Slowenien und Bulgarien zeigt hingegen unsere Möglichkeit, steigende Cash-Flows sowohl durch Akquisitionen als auch durch Greenfield-Gesellschaften zu generieren." Auffallend daran: Nicht erwähnt wurden die Töchter in Liechtenstein, Mazedonien, Serbien und vor allem Weißrussland, dem Riesenengagement der börsenotierten teilstaatlichen Telekom.

"Die Dividendenuntergrenze in Höhe von 0,75 Euro je Aktie reflektiert unser Vertrauen in die weitere Entwicklung unseres Geschäftes."

Die Dividenden-Ausschüttungsquote bleibe unverändert bei 65 Prozent des Nettoüberschusses und die Dividendenuntergrenze bei 0,75 Euro je Aktie. "Ungefähr 1,75 Milliarden Euro sind für Wachstumsinvestitionen in Ost- und Südosteuropa sowie Aktienrückkäufe für den Zeitraum von 2009 bis 2012 verfügbar. Eine mögliche Wiederaufnahme des Aktienrückkaufprogramms wird nach der Veröffentlichung der Ergebnisse für das 2. Quartal 2009 evaluiert und von der Finanzmarktlage sowie von der Nachhaltigkeit der operativen Performance des Unternehmens abhängen", erklärte die Telekom in einer Aussendung. Hans Tschuden, Finanzvorstand der Telekom, hielt fest: "Die Dividendenuntergrenze in Höhe von 0,75 Euro je Aktie reflektiert unser Vertrauen in die weitere Entwicklung unseres Geschäftes."

Der Ausblick für 2009 lautet demnach: Ein Umsatz von 5,1 (2007: 4,9) Mrd. Euro und danach ein leichtes Umsatzwachstum . Das Ebitda soll unverändert bei 1,9 Mrd. Euro liegen und eine stabile Entwicklung bis 2012 zeigen. Die Anlagenzugänge werden 800 Mio. Euro für die Jahre 2008 und 2009 betragen.

Sparprogramm

Für den kriselnden Festnetzsektor kündigte der Ex-Monopolist eine Sparprogramm an. Die Telekom hofft, dass möglichst viele Mitarbeiter das Abfindungsangebot ("Golden Handshake") annehmen. Geplant sind 400 Anträge. Außerdem sollen Immobilien abverkauft und unprofitable Kunden "identifiziert" werden. (APA)

 

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