Kein Sackerl fürs Gackerl: 445 Hundebesitzer zahlten

30. Jänner 2009, 13:13
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Auch illegale Sperrmüllablagerer und "Entführer" von Einkaufswagen wurden im vergangenen Jahr zur Kasse gebeten

445 Wiener Hundebesitzer, die im abgelaufenen Jahr nicht zum Sackerl fürs Gackerl ihres Vierbeiners griffen, haben Ärger bekommen - mit der neuen Müllkontrolltruppe der "Waste Watcher", die am 1. Februar ihr einjähriges Bestehen feiert. Die Einheit ahndet auch illegale Sperrmüllablagerung und die "Entführung" von Einkaufswagen.

Allein bei den sackerlverweigernden Hundebesitzern mussten 416 noch an Ort und Stelle ins Geldbörserl greifen, um die Organstrafverfügung zu bezahlen, 29 besonders renitente sahen sich sogar mit einer Anzeige konfrontiert. 182 Personen mussten ihre illegale Sperrmüllablagerung mit 36 Euro bezahlen, bei den "Entführern" von Einkaufswagen waren es sogar 243. Eine Anzeige wegen des Mülls wurde gegen 138 Menschen eingebracht, bei den Einkaufswagen lediglich 15.

Knapp 400 Anzeigen

Summiert man die Hundekotler zu diesen Anzeigen und auch jene, die unabhängig von den "Waste Watchern" von der Polizei gegen Müllsünder eingebracht wurden, kommt man im Jahresverlauf auf knapp 400 Anzeigen nach dem Wiener Reinhaltegesetz. Davon sind 320 Verfahren rechtskräftig abgeschlossen, wobei die Einzelhöchststrafe bei 370 Euro lag - abgesehen von einem Ottakringer: Dieser lud mehrfach am Brunnenmarkt Sperrmüll ab und wurde dabei dreimal gefilmt. Die Konsequenz: Drei Strafen von je 300 Euro.

Die Müllsheriffs müssen sich aber nicht nur mit dem Kot von Hunden herumschlagen. So wurde ein Autofahrer über das Kennzeichen ausgeforscht, der seine Notdurft neben einer Müllsammelstelle auf offener Straße verrichtet hatte - ohne ein Sackerl für sein Gackerl zu benutzen. Der Mann wurde zu einer Strafe von 150 Euro verurteilt. (APA)

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