Insolvente Inku an deutsche W & L. Jordan verkauft

30. Jänner 2009, 11:53
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KSV: Neue Eigentümerin mit 750 Dienstnehmern an 46 Standorten - 70 heimische Mitarbeiter sollen übernommen werden - Österreich-Standortgarantie nur für ein bis zwei Jahre

Klosterneuburg/Wien - Der insolvente Raumausstatter Inku AG mit Sitz in Klosterneuburg/NÖ hat einen neuen Eigentümer. Nach Angaben des Kreditschutzverbandes von 1870 (KSV) sind in einer Gläubigerausschusssitzung am späten Donnerstagabend in einem Bieterverfahren das gesamte Anlage- und Umlaufvermögen bzw. auch die Markenrechte an das Unternehmen W & L. Jordan GmbH aus Kassel (Deutschland) als Bestbieter veräußert worden. Die Arbeitsplätze der 70 Mitarbeiter in Österreich sind für die kommenden ein bis zwei Jahre gesichert.

Die neue Eigentümerin des Inku-Vermögens betreibt in Deutschland 46 Standorte und beschäftigt 750 Dienstnehmer. In Österreich sollen 70 Mitarbeiter aus der insolventen Aktiengesellschaft übernommen werden, wobei eine Standortsicherung für die kommenden ein bis zwei Jahre abgegeben werden soll. Danach soll das Unternehmen im Raum Wien umgesiedelt werden.

Inku hatte am 2. Dezember 2008 Konkurs angemeldet. Das Unternehmen wurde in der Folge unter Aufsicht eines Masseverwalters fortgeführt, "wobei sich jedoch gezeigt hat, dass trotz rigoroser Sparmaßnahmen weiterhin Verluste hingenommen werden mussten", so der KSV. "Es mussten sohin Käufer für das gesamte Unternehmensvermögen gefunden werden, wobei schlussendlich drei Bieter verblieben sind."

KSV-Insolvenzexperte Michael Schütz hielt am Freitag fest, dass "zwar nicht die vom Gutachter festgesetzten Schätzwerte erreicht" worden seien, es jedoch gelungen sei, einen "finanzkräftigen Käufer" zu finden. Die Traditionsmarke Inku werde damit fortführt, dazu hätten etwa 70 Dienstnehmer wieder Arbeitsplätze. (APA)

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