Jeder fünfte Mann kämpft mit Alkoholfolgen

30. Jänner 2009, 11:20
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Drang nach Alkohol im Jugendalter besonders groß - Probleme meistens erst später

London  - Jeder fünfte Mann erleidet im Lauf seines Lebens eine alkoholbedingte Störung. Dabei liegt das Risiko für Alkoholmissbrauch bei rund 15 Prozent, das für eine Sucht bei zehn Prozent. Frauen seien etwa halb so stark gefährdet, wie der Mediziner Marc Schuckit von der Universität von Kalifornien in San Diego betont.

Zwar gibt es dem Forscher zufolge in der Welt starke regionale Unterschiede: So sind Menschen in Nord- und Osteuropa stärker alkoholgefährdet als Südeuropäer, und auch Bewohner von Industrieländern haben häufiger solche Probleme als diejenigen aus Entwicklungsländern. Dennoch gebe es ein ähnliches chronologisches Schema, schreibt Schuckit im Fachblatt "The Lancet".

Erstkonsum im Teenageralter

Demnach trinken die meisten Menschen das erste Mal etwa im Alter um die 15 Jahre. Am stärksten wird der Drang nach Alkohol im Alter von 18 bis 22 Jahren. Mitte 20 beginnen viele Menschen ihren Alkoholkonsum zu drosseln. Wer weiter regelmäßig trinkt, dem drohen laut Schuckit psychische und körperliche Konsequenzen, die von Depressionen über Herzkreislauf-Erkrankungen bis hin zu einem erhöhten Leberkrebsrisiko und Krampfaderin in der Speiseröhre reichen. Von der frühzeitigen Erkennung eines Suchtverhaltens profitieren die Patienten also langfristig ganz besonders. (APA/AP)

 

Abstract im Lancet

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