Piraten wollen 4,7 Millionen Lösegeld für "Longchamp"

3. Februar 2009, 11:27
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Deutscher Gas-Tanker war am Donnerstag gekapert worden

London/Hamburg - Die Piraten haben für den im Golf von Aden gekaperten deutschen Gas-Tanker "Longchamp" ein Lösegeld von sechs Millionen Dollar (4,7 Millionen Euro) verlangt. Diese Summe hätten die Piraten der Hamburger Reederei als erste Forderung übermittelt, hieß es am Montag in Berlin.

Ein Sprecher der Reederei wollte sich dazu auf Anfrage nicht äußern. Der Kapitän des am Donnerstag entführten Tankers soll sich angesichts der gefährlichen Ladung besorgt geäußert haben. Bei einer negativen Entwicklung bestehe Gefahr für Leib und Leben der 13 Besatzungsmitglieder - zwölf Philippiner und ein Indonesier, hieß es.

EU-Mission "Atalanta"

Die Piraten hatten das rund 3.500 Tonnen große Schiff am frühen Donnerstagmorgen im Golf von Aden in ihre Gewalt gebracht, obgleich es nach Angaben des Hamburger Schiffsfinanzierers MPC in einem Verband fuhr und die indische Marine noch einzugreifen versuchte. In den Gewässern zwischen Somalia und dem Jemen haben Piraten in diesem Jahr bereits drei Schiffe gekapert.

Trotz der jüngsten Entführung wertet die deutsche Marine die EU-Mission "Atalanta" zum Kampf gegen die Piraterie als Erfolg. "Es ist zweifelsohne eine erfolgreiche Mission, auch wenn das jetzt mit Blick auf die "Longchamp" scheinbar anders aussieht", sagte der Kommandant der deutschen Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern", Kay-Achim Schönbach, im ZDF-"Morgenmagazin". (APA/dpa)

 

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