Kuoni tritt auf Kostenbremse

30. Jänner 2009, 10:14
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Das Unternehmenrüstet sich für die Krise: Der Reisekonzern investiert und senkt gleichzeitig Kosten

Zürich -  Über die nächsten drei Jahre sollen bei Kuoni 106 Mio. Franken (70,4 Mio. Euro) zusätzlich aufgewendet, im gleichen Zuge gehen auch Arbeitsplätze verloren.

Der Stellenabbau bewege sich im "tiefen einstelligen Prozentbereich", wie Kuoni-Sprecher Peter Brun sagte. Die Schweiz sei kaum betroffen. Die Kuoni-Gruppe beschäftigt weltweit rund 10.000 Mitarbeiter, davon 1.500 in der Schweiz.

Beim Stellenabbau verspricht Kuoni zum größten Teil die natürlich Fluktuation auszunutzen, wie der Konzern am Freitag mitteilte. In den wenigen Fällen, in denen das nicht möglich sein werde, arbeite Kuoni sozialverträgliche Lösungen aus.

Rückgang der Buchungen

Der Reiseveranstalter erwartet für 2009 einen Rückgang der Buchungen. Gemäß Kuoni-Chef Peter Rothwell will das Unternehmen mit den angekündigten Maßnahmen "proaktiv" handeln. Der Geschäftsgang 2008 ist noch gut: Der Umsatz sei um 3,3 Prozent auf auf 4,855 Mrd. Franken angewachsen, hieß es.

Auch das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT (vor Zinsen und Steuern) liege für 2008 "im Rahmen der Erwartungen", teilte das Unternehmen mit. Bis 2011 soll das Betriebsergebnis schrittweise um 40 Mio. Franken pro Jahr anwachsen. Die detaillierten Kuoni-Zahlen für 2008 folgen am 19. März.

Die Investitionen würden ab dem ersten Halbjahr 2009 separat in der Rechnung ausgewiesen. Die Tranchen verteilen sich wie folgt: 2009 werden 40 Mio. Franken aufgewendet, in den darauffolgenden Jahren 33 Mio. respektive 27 Mio. Franken.

Einsparungen erhofft sich Kuoni vor allem beim Vertrieb. Die elektronischen Kanäle sollen gestärkt und Buchungssysteme vereinheitlicht werden. Des weiteren wird der Markenauftritt modernisiert und in die Effizienz der Mitarbeiter investiert. (APA/sda)

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