Google: Fensterln in Cheneys Ex-Garten und das tote Reh

30. Jänner 2009, 10:20
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Während Google Maps die Welt von oben zeigen will, manchmal aber nicht darf, ist Street View oft näher am Leben dran, als Google lieb ist

Googles Kartendienste geben manchmal zu viel und manchmal zu wenige Details preis. Jüngste Beispiele dafür sind der gelüftete Pixel-Vorhang um Dick Cheneys Haus und ein angefahrenes Reh.

Freie Sicht auf den Vizepräsidenten

Der Machtwechsel im Weißen Haus hat zweifellos weitreichende Konsequenzen. Eine davon ist, dass der bisherige Vizepräsident Dick Cheney aus seinem Haus am Observatory Circle in Washington DC ausziehen und Platz für Joe Biden machen musste. Und so wie Cheney aus dem Haus auszog, verschwand auch der Pixel-Schleier in Google Maps, der Nutzer davon abhielt einen genaueren Blick auf die Residenz des Vizepräsidenten zu werfen. Offenbar hatte Cheney Angst um seine Sicherheit. Bemerkenswert daran ist jedoch, dass andere Regierungsgebäude wie das Weiße Haus selbst oder das Pentagon auf den Weichzeichner verzichten. Nach Angaben von Google seien die Aufnahmen von der US Geological Survey bereits mit der Verpixelung geliefert worden.

Freie Fahrt für das Google Auto

Und während auf der einen Seite der Vorhang gehoben wurde, fällt er auf einer anderen. Denn Google sieht es nicht gerne wenn seine Fahrer, die Straßen für den Dienst Street View fotografieren, mit dem Auto einen Unfall bauen. Schon gar nicht, wenn dabei Unschuldige zu Schaden kommen - wie jüngst an der Five Points Road in Rush, New York, geschehen. Dort wurde ein Reh vom Google-Fahrzeug gerammt. Nachdem User die Fotos entdeckt hatten, wurden sie nun wieder entfernt. Und Google hat versichert, dass der Unfall bei der lokalen Polizei gemeldet wurde. (br)

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