Alinghi und Louis Vuitton wieder im Wind

29. Jänner 2009, 19:23
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Schweizer Syndikat und Co lenken vom America's-Cup-Wickel ab

Auckland - Erstmals seit dem historischen Sieg im America's Cup vor knapp sechs Jahren segelt Alinghi ab Freitag wieder in Neuseeland - das Team wohlgemerkt, nicht das Boot. In den Louis Vuitton Pacific Series (LVPS) trifft die Mannschaft von Ernesto Bertarelli auf neun andere America's-Cup-Syndikate.

Auf Initiative des Teams New Zealand und des ehemaligen America's-Cup-Sponsors Louis Vuitton lockert die zerstrittene Szene damit quasi das juristische Cup-Hickhack auf. Im Waitemata Harbour vor Auckland segeln die Syndikate erstmals seit dem America's Cup 2007 auf Cup-Booten gegeneinander. Die LVPS beginnen heute, Freitag, mit einer ersten Round Robin (jeder gegen jeden) und enden am 14. Februar.

Statt die eigenen Jachten für teures Geld ans andere Ende der Welt zu verfrachten, teilen sich die zehn Teams die Boote der Neuseeländer (NZL 84 und NZL 92) und von BMW Oracle (USA 87 und USA 98). Um Chancengleichheit zu gewährleisten, wurden diese vier Yachten aus der letzten Cup-Kampagne einander angeglichen. Wer wann welches Boot segelt, entscheidet das Los.

Neben sechs Teams, die vor zwei Jahren beim letzten Cup in Valencia dabei waren, trifft Alinghi die drei Neulinge Team Origin (GBR), Greek Challenge (GRE) und Damiana Italia Challenge (ITA). Team New Zealand ist für das Finale gesetzt, die neun "Herausforderer" ermitteln den Gegner des Gastgebers im Kampf um die neue Trophäe. Das erinnert also schon sehr an den Louis-Vuitton-Cup, der früher traditionell dem America's Cup vorausgegangen ist.

Urteil als Unsicherheit

Obwohl der Rechtsstreit zwischen Alinghi und BMW Oracle andauert (Anhörung 10. Februar, Urteilsverkündung voraussichtlich Ende März), treibt der Cupholder mit den anderen Teams unbeirrt die Vorbereitungen auf einen nächsten America's Cup voran. Nach wie vor gilt jedoch, dass der Gerichtsentscheid alle Pläne durchkreuzen und es zu einem Mehrrumpf-Duell zwischen den Streithansln Alinghi und BMW Oracle kommen kann. (DER STANDARD, Printausgabe, Freitag, 30. Jänner 2009, APA, fri)

 

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