Frauenpräsenz in den Medien erhöhen

7. März 2003, 11:33
4 Postings

Neue Internetplattform medienfrauen.net bietet Expertinnenpool kompetenter Frauen

Wien - "Was die Männer erfolgreich jahrzehntelang vorexerziert haben, werden sich demnächst Medienfrauen zunutze machen. Eines der dringendsten Versäumnisse unter Medienfrauen ist die mangelnde strategische Planung und der Austausch von topaktuellen Informationen, wenn es zum Beispiel um Karriere, Jobsuche und Jobangebote oder um Projektmitarbeit und Recherchen geht", so Frauenministerin Maria Rauch-Kallat am Freitag.

Um der mangelnden Frauenpräsenz in den Medien wirksam entgegen zu treten, wurde die Internetplattform www.medienfrauen.net ins Leben gerufen. "Diese Expertinnendatenbank bietet alle Informationen, die man über Journalistinnen haben sollte sowie auch alle nützlichen Informationen für Journalistinnen", betonte Rauch-Kallat. Unterstützt vom Club Alpha, dem Wiener Frauen-Netzwerk Medien und dem Frauen-Netzwerk des oberösterreichischen Presseclubs soll es hier rasch zu einem großen Expertinnenpool kompetenter Frauen kommen, die sich mit ihrem Know how für Information und Recherchen, aber auch als Referentinnen und Diskutantinnen für Podien anbieten.

Mangelnde strategische Kommunikation

Als eines der dringendsten Versäumnisse, bei vergangenen Journalistinnenkongressen geortet, ist die mangelnde strategische Kommunikation unter Medienfrauen, das Anbieten und Suchen nach Lösungen in eigenen Reihen, wenn es um den Austausch von topaktuellen Informationen, um Jobsuche oder Jobangebote, um Projektmitarbeit oder Recherchen geht.

Ohne spezielle Mitgliedschaft oder Zugangseinschränkung soll die Plattform ein offenes Forum für Meinungen, Vernetzung und Suche sein. Hier soll Medien-Österreich auch über geografische Distanzen zusammenwachsen. Es wird spannend sein zu beobachten, wie sich die Akzeptanz und Nutzung dieser Plattform gestalten wird, wie weit öffentliches Austauschen, Informieren, Unterstützen und Vernetzen von den Medienfrauen gewünscht ist. Und wie weit auch Männer die Einladung zur Recherche von Expertinnen annehmen werden.

Die Hauptsponsoren des Projektes sind die Erste-Bank, die Wirtschaftskammer Österreich und die Industriellenvereinigung. (pte/red)

  • Artikelbild
Share if you care.