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New York/Indianapolis - Hohe Kosten im Zusammenhang mit der Übernahme des Biotechunternehmens ImClone haben beim US-Pharmakonzern Eli Lilly im vierten Quartal zu einem Milliardenverlust geführt. Eli Lilly wies am Donnerstag einen Nettoverlust von 3,63 Mrd. Dollar (2,77 Mrd. Euro) aus, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 854 Mio. Dollar zu Buche stand. Vor Sonderposten verdiente Eli Lilly jedoch 1,07 Dollar je Aktie und damit einen Tick mehr als Analysten erwartet hatten.
Der Umsatz stagnierte im vierten Quartal wegen Wechselkurseffekten und einer schwächeren Nachfrage in den USA bei 5,21 Mrd. Dollar. Im Gesamtjahr 2008 setzte Eli Lilly mit 20,37 Mrd. Dollar jedoch neun Prozent mehr um als vor Jahresfrist. Der Nettoverlust lag bei 2,07 (2007: plus 2,95) Mrd. Euro, wozu neben der 6,5 Mrd. Dollar teuren ImClone-Übernahme auch milliardenschwere Sonderabschreibungen wegen umstrittener Werbepraktiken für das Schizophreniemittel Zyprexa sorgten, mit dem 2008 fast 4,7 Mrd. Dollar umgesetzt wurden. Im Zusammenhang mit Zyprexa musste Eli Lilly eine Strafe von 1,415 Mrd. Dollar zahlen. Zyprexa verliert im Herbst 2011 den lukrativen Patentschutz in den USA.
Für das laufende Jahr erwartet das Management ohne die Aufwendungen für den ImClone-Zukauf weiter einen Gewinn je Aktie von 4,35 bis 4,55 Dollar. 2008 verdiente der Pharmakonzern ohne die Sonderaufwendungen 4,02 Dollar je Aktie und erreichte damit das obere Ende seiner Ergebnisprognose. (APA/Reuters/dpa-AFX)
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