Vier Fünftel der Kriegsveteranen haben psychische Störungen

29. Jänner 2009, 16:03
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Gesundheitsministerium präsentiert Studie

Belgrad - Die Gesundheit von serbischen Veteranen der Kriege der 1990er Jahre im Raum Ex-Jugoslawiens ist gefährdet und gemäß einer ersten Studie, deren Ergebnisse am heutigen Donnerstag in Belgrad präsentiert wurden, schlechter als jene in anderen benachbarten Ländern. Nach Angaben von Arbeitsminister Rasim Ljajic würden die Kriegsveteranen im Schnitt drei Diagnosen haben, 81 Prozent davon betreffen geistige Störungen.

Mehr als ein Viertel der untersuchten Kriegsveteranen - 28 Prozent - hatte sich im Laufe des Kriege mit einem posttraumatischen Syndrom auseinandergesetzt. Knapp neun Prozent der Kriegsveteranen leiden weiterhin am Vietnam-Syndrom.

An der Studie des Arbeitsministeriums nahmen zwischen Dezember 2007 und Dezember 2008 rund 2.400 Kriegsveteranen aus 40 Gemeinden teil. Die genaue Zahl der Bürger Serbiens, die an den Kriegen in Ex-Jugoslawien direkt beteiligt waren, liegt nicht vor. Medien berichteten vor einiger Zeit, dass alleine während des Kosovo-Krieges im Jahre 1999 vom damaligen jugoslawischen Militär rund 200.004 Reservisten engagiert worden seien. Nicht alle wurden im Kosovo eingesetzt. (APA)

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