Rekord: Games-Branche setzt 22 Mrd. Dollar um

29. Jänner 2009, 14:10
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Deutsche kauften 2008 um rund ein Viertel mehr Konsolenspiele

Der Markt für Computer- und Videospiele hat in den USA 2008 ein neues Rekordvolumen von 22 Mrd. Dollar erreicht. Im Vergleich zum Vorjahreswert entspricht dies einem Zuwachs von 22,9 Prozent. Wie die US-amerikanische Branchenorganisation Entertainment Software Association (ESA) in ihrem aktuell veröffentlichten Jahresbericht feststellt, wurde das starke Wachstum dabei vor allem durch die überaus positive Umsatzentwicklung im Dezember vergangenen Jahres getragen. In diesem Monat alleine wurden Zahlen des US-Marktforschungsinstituts NPD Group zufolge rund 5,3 Mrd. Dollar Einnahmen erzielt. Noch im Jahr 1997 brauchte die Branche ein gesamtes Jahr, um auf einen Umsatz von 5,1 Mrd. Dollar zu kommen.

"Diesen Aufschwung verdankt die Branche innovativen Spielkonzepten und der erfolgreichen Erschließung neuer Zielgruppen"

Doch nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland sind die Umsätze mit Videospielen im vergangenen Jahr mit 695 Mio. Euro auf ein neues Rekordniveau geklettert. Insgesamt investierten die deutschen Verbraucher 2008 rund 25,5 Prozent mehr für Konsolensoftware als im Vorjahr. "Diesen Aufschwung verdankt die Branche innovativen Spielkonzepten und der erfolgreichen Erschließung neuer Zielgruppen", erklärt Ulrike Altig, Geschäftsführerin von media control GfK. Als Beispiel nennt Altig die vor einiger Zeit noch undenkbare Verbindung von Spielkonsolen und Fitness, die heute erfolgreich miteinander kombiniert werden. Der Titel "Wii Fit" von Nintendo ist etwa als neuartiges Konzept hinter dem Topseller "Mario Kart Wii" gleich auf dem zweiten Platz der Verkaufsstatistik des vergangenen Jahres gelandet. "Videospielen ist endgültig der Sprung in die Wohnzimmer gelungen", stellt Altig fest.

"Profitieren konnte der Softwaremarkt besonders von der sehr guten Performance der Next-Generation-Konsolen", erläutert Altig. So stieg laut media control der Software-Marktanteil der Nintendo Wii an der Gesamtverkaufsmenge aller Spiele im vergangenen Jahr auf 16 Prozent. 2007 waren es noch lediglich 7,5 Prozent. Auf Sonys Playstation 3 und die Xbox 360 von Microsoft entfielen im Berichtszeitraum 12,5 bzw. 7,9 Prozent aller Softwareabsätze. Neuer Software-Marktführer ist aber der Nintendo DS mit 6,6 Mio. verkauften Spielen beziehungsweise 25 Prozent Marktanteil.

Dominantes Angebot

Wie die ESA für den US-Markt feststellt, haben sich mittlerweile familientaugliche Videospiele als dominantes Angebot etabliert. Dem vorgelegten Jahresbericht zufolge erwirtschafteten Titel mit einer Altersfreigabe von zehn Jahren oder weniger 2008 bereits mehr als die Hälfte der gesamten Umsätze in den USA. "Der Trend innerhalb der Branche geht ganz klar in Richtung familientauglicher Games. Die Videospielindustrie lukriert mittlerweile einen Großteil ihrer Umsätze mit familientauglichen Titeln", bestätigt Hans Solar, Lehrgangsleiter am Games College, gegenüber pressetext. Heute treffe sich die ganze Familie vor dem TV- oder Computerbildschirm, um Videospiele zu spielen. "Gerade die aktuellen Games bieten Unterhaltung für jede Altersstufe und schnelles gemeinsames Spielvergnügen ohne notwendige Vorkenntnisse", so Solar abschließend. (pte)

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