Vöslauer mit Umsatzplus

29. Jänner 2009, 13:54
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Der "durchwachsene Sommer" 2008 konnte dem österreichischen Mineralwasser-Hersteller Vöslauer anscheinend nichts anhaben

Wien - Inklusive der Lizenzmarken Almdudler, Pepsi und Seven up legten die Umsätze um 3,6 Prozent auf 84,5 Mio. Euro zu. Wie das heurige Jahr angesichts der Wirtschaftskrise verlaufen wird, konnte Vöslauer-Chef Alfred Hudler am Donnerstag vor Journalisten nicht konkretisieren. Das Unternehmen möchte aber auch heuer wachsen.

Im Vorjahr bereitete dem Mineralwasserhersteller die Entwicklung von Balance "sehr viel Freude". Der Umsatz des angereicherten Mineralwassers wurde um 19,5 Prozent auf 13,5 Mio. Euro gesteigert. Die verkaufte Menge kletterte im Jahresvergleich von 18,9 auf 22,9 Mio. Liter. Der Absatz der 2007 eingeführten Biolimo ging von 3,5 auf 3,4 Mio. Liter zurück, der Umsatz sank von 2,5 auf 2,3 Mio. Euro.

Insgesamt ging der Vöslauer-Mineralwasserverkauf (inklusive Balance und Biolimo) 2008 im Jahresabstand von 242,8 auf 239 Mio. Liter zurück. Die Erlöse kletterten dennoch von 65 auf 67,1 Mio. Euro. Das Umsatzplus liege daran, "dass wir eine Premiumpreispolitik verfolgen", erklärte Hudler.

Rückläufiger Absatz im Ausland

Rückläufig war auch der Absatz im Ausland. Er sank von 10 auf 9,3 Mio. Liter. Im Sinne der Markenstrategie habe das Unternehmen im Ausland "bewusst auf die Beteiligung an Diskont-Aktionen verzichtet". Insgesamt wurde im Ausland ein Umsatz von 4,1 Mio. Euro erzielt - nach 4,7 Mio. Euro im Jahr 2007. Heuer soll Deutschland, dem wichtigsten Exportland neben Ungarn und Rumänien, verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt werden. Als ein Beispiel für die verstärkten Deutschland-Aktivitäten führte Hudler die Sponsortätigkeit bei der Berliner Fashionweek, die dieser Tage stattfindet, an.

Während die Exporte zurückgingen, legten die Umsätze in der Gastronomie um 9 Prozent zu. Die Nummer eins (Römerquelle, Anm.) wurde damit aber noch nicht verdrängt.

Keine Veränderung im Konsumverhalten

Wie sich die Umsätze im heurigen Jahr entwicklen werden, präzisierte der Vöslauer-Chef nicht. "Bis dato" gebe es aber keine Veränderung im Konsumverhalten. "Ich glaube, dass ich in schwierigen Zeiten die Guten durchsetzen", sagte Hudler optimistisch. Aus diesem Grund sei es wichtig in Marken zu investieren, "um der Krise entgegen zu steuern". Heuer werden 5,2 (2008: 7,2) Mio. Euro in das Unternehmen gesteckt, kündigte Hudler an. Damit sei für ein gesundes Wachstum und einen Ausbau der Marktanteile sowohl am österreichischen als auch am Exportmarkt gesorgt. Entsprechende Impulse sollen durch neue Produkte kommen.

Wie bereits im Vorjahr sollen auch heuer im Gastronomiebereich Preiserhöhungen durchgeführt werden. Im Lebensmittelhandel werden "aus heutiger Sicht" keine Anpassungen durchgeführt, sagte Hudler. (APA)

 

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