Thomson in der Liquiditätskrise

29. Jänner 2009, 13:28
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Jahresumsatz schrumpfte um 12,7 Prozent

Paris - Der französische Spezialist für Digitalfilmtechnik Thomson steckt in einer sehr ernsten Liquiditätskrise und verhandelt mit den Banken über eine Umschuldung. Thomson wolle Geschäftsbereiche mit einer Milliarde Euro Umsatz verkaufen, teilte der Konzern am Donnerstag in Paris mit. Man suche auch nach "Lösungen mit potenziellen Investoren, um die Bilanz zu verbessern". Nach der Ankündigung brach der Thomson-Aktienkurs um 21 Prozent auf rund einen Euro ein.

Im vierten Quartal 2008 war der Thomson-Umsatz nach vorläufigen Angaben um 8,4 Prozent auf 1,47 Mrd. Euro eingebrochen. Damit schrumpfte der Jahresumsatz um 12,7 Prozent auf 4,84 Mrd. Euro. Die Nettoverschuldung erreichte 2,1 Mrd. Euro. Es sei wahrscheinlich, dass die in Kreditverträgen festgelegte Obergrenze der Verschuldungsquote durchbrochen werde, hieß es. Der Konzern wolle sich jetzt auf die Marke Technicolor und das Geschäft mit Film- und TV-Studios fokussieren. Thomson versucht seit fünf Jahren, sich auf "Kerngeschäfte" gesund zu schrumpfen. (APA/dpa)

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