Hyundai mit Rekordgewinn

29. Jänner 2009, 13:16
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Überschuss stiegim abgelaufenen Geschäftsjahr um 29 Prozent

Seoul - Das weltgrößte Schiffbauunternehmen Hyundai Heavy Industries (HHI) hat im vergangenen Jahr neue Höchststände bei Umsatz und Gewinn erzielt. Wie der südkoreanische Konzern am Donnerstag mitteilte, stieg der Überschuss im Jahresvergleich um 29 Prozent auf 2,24 Bill. Won (1,240 Mrd. Euro). Der Umsatz legte um 28,5 Prozent auf fast 20 Bill. Won zu. Zwar fiel 2008 die Zahl der Neuaufträge auf 110 Schiffe von 148 im Jahr davor. Doch stieg der Gesamtwert der Aufträge dank höherwertiger Schiffe um 12,8 Prozent auf das Rekordniveau von 28,2 Mrd. Dollar (21,3 Mrd. Euro).

Im Schlussquartal 2008 schnellte der Reingewinn von Hyundai trotz der sinkenden Nachfrage um zwei Drittel auf 854 Mrd. Won in die Höhe. Der Umsatz kletterte um 42 Prozent auf 6,05 Bill. Won.

Das Unternehmen, das unter anderem auch Offshore-Anlagen baut, erwartet für dieses Jahr Aufträge im Wert von 21,1 Mrd. Dollar. Das Umsatzziel liegt bei fast 23 Bill. Won.

Mit HHI, Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering sowie Samsung Heavy Industries befinden sich in Südkorea die drei größten Werften der Welt. HHI hat eigenen Angaben zufolge einen Anteil von rund 15 Prozent am globalen Schiffbaumarkt.

Volle Auftragsbücher

Südkorea behauptete laut Branchenexperten gemessen an der Zahl der Neubestellungen, Auftragsbestand und Auslieferungen im vergangenen Jahr seine Position als führende Schiffbaunation. Auf HHI und die einheimischen Wettbewerber entfielen zusammengenommen 41,1 Prozent aller Neuaufträge in gewichteter Bruttotonnage (cgt), wie die nationale Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf den Londoner Schiffsmakler und Marktanalysten Clarkson berichtete. Insgesamt seien bei den Koreanern 17,5 Mio. cgt an Neuaufträgen eingegangen, gefolgt von den chinesischen Schiffbauunternehmen (14,9 Mio. cgt) und Japan (4,9 Mio. cgt).

Der Auftragsbestand der südkoreanischen Schiffbauer habe sich auf 67,7 Mio. cgt belaufen, was mehr als ein Drittel der globalen Bestände ausgemacht habe. Die Zahl der Neuaufträge fiel weltweit aufgrund der Wirtschaftskrise dem Bericht zufolge im vergangenen Jahr um 52 Prozent. Die südkoreanischen Schiffbauer hätten insgesamt 47 Prozent weniger Aufträge an Land ziehen können. (APA/dpa)

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