Zwölf Jahre Haft für Einbrecher

29. Jänner 2009, 10:52
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Gegenstände im Wert von rund 150.000 Euro aus Villa gestohlen

Lübeck - Wegen eines Einbruchs in die Villa von Dieter Bohlen hat das Landgericht Lübeck einen 47-jährigen Mann zu zwölf Jahren und neun Monaten Haft sowie anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Der Verteidiger legte bereits Revision gegen das Urteil ein.

Obwohl der Angeklagte den Einbruch bei Bohlen im Dezember 2003 nicht gestanden hat, sah es das Gericht seine Schuld als erwiesen an. Er soll Gegenstände im Wert von rund 150.000 Euro aus Bohlens Villa in Tötensen bei Hamburg gestohlen haben. Ermittler fanden etwa einen USB-Stick mit dem Manuskript von Bohlens Buch "Hinter den Kulissen 2" in der Wohnung des Angeklagten.

Insgesamt haben der Angeklagte und seine Mittäter bei neun Taten Bargeld und Schmuck im Wert von insgesamt rund 370.000 Euro erbeutet. Die hohe Haftstrafe begründete der Richter, dass der vorbestrafte Angeklagte bei einem Überfall die Opfer mit Schusswaffen bedroht, gefesselt und geknebelt haben soll.

Bohlen wurde schon öfter Opfer von Kriminellen. Der schlimmste Fall spielte sich 2006 ab: Zwei junge Männer hatten Bohlen in seiner Villa bei Hamburg mit einem Messer und einer Schreckschusspistole überfallen und Geld von ihm erpresst. Die Täter wurden später verhaftet und wegen schwerer räuberischer Erpressung zu je drei Jahren Jugendhaft verurteilt. Ein vermeintlicher Einbruch in die Villa im Jahr 2002 stellte sich später als Polizeieinsatz heraus. Bohlen war damals halbnackt aus Angst vor Einbrechern in den Wald gerannt. Tatsächlich war aber die Polizei wegen eines Notrufes nachts bei Bohlen aufgetaucht und in das Haus eingedrungen. (APA)

 

 

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    Dieter Bohlen hat von den Einbrüchen genug. Der Produzent lebt mittlerweile in Mietwohnungen, die er angeblich öfters im Jahr wechselt.

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