Wie demokratiefeindlich sind Islamlehrer?

29. Jänner 2009, 11:51

Studienautor Mouhanad Khorchide im Gespräch mit Hans Rauscher über seine viel diskutierte Umfrage unter muslimischen Religionslehrern

"Provokation war überhaupt nicht die Intention der Arbeit", meint Mouhanad Khorchide über seine viel diskutierte Studie zu Islam-Lehrern in Österreich. Die Arbeit sei für die Konzipierung einer zeitgemäßen Religionspädagogik in Österreich gemacht worden. Khorchide hebt das "Positive" seiner Umfrage hervor und meint, dass "immerhin 80 Prozent der tätigen muslimischen Religionslehrer kein Problem mit der Demokratie haben." Dies sei schon eine beachtliche Zahl, wenn man bedenke, dass die Aufklärung im Islam erst relativ am Anfang stehe.

Bessere Kontrolle gefordert

Zu den 20 Prozent islamischen Religionslehrern, die laut der Befragung schon ein Problem mit der Demokratie haben, fordert Khorchide eine bessere Kontrolle durch Schulinspektoren. Die Religionslehrer müssten in Richtung Aufklärung aus- und fortgebildet werden, was gegenwärtig noch nicht ausreichend passiere. Das Problem habe schon in den 80-er-Jahren begonnen, in denen man den islamischen Religionsunterricht gestartet habe, ohne sich von Seiten des Staates oder der Glaubensgemeinschaft Gedanken darüber zu machen. Die Lehrer wurden schnell angeworben, auf ihre Qualifikationen schaute niemand. Dadurch, dass 1997 die Ausbildung "viel zu spät" eingeführt wurde, beginnt sich laut Khorchide die Lage jetzt zu verbessern. Bis es flächendeckend ausgebildete Lehrer gibt, könnte es  jedoch noch eine Generation brauchen.

Problematisch ist für Khorchide, dass in Österreich die Glaubensgemeinschaften bestimmen, wer Lehrer ist und wer nicht. Dadurch entstünden gewisse Rivalitäten zwischen den einzelnen islamischen Vereinen und die Gemeinschaft besetzt die Lehrerposten, um alle gleichermaßen zu befriedigen. Qualität in der Ausbildung könnte deshalb nur vom Staat mittels Kontrolle oder Evaluation garantiert werden. Wie das genau aussehen sollte, erläuterte Khorchide im Anschluss an RAU-TV im Gespräch mit derStandard.at/Integration.

Ist Hans Rauscher islamfeindlich?

Zum Abschluss des Video-Interviews übernahm Khorchide selbst die Rolle des Interviewers und stellte Hans Rauscher die Frage: "Es heißt von vielen Muslimen, dass Sie ein islamfeindlicher Mensch sind. Woher kommt das?" Die Antwort findet sich im obigen Video.  (rasch, derStandard.at, 29.1.2009)

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Posting 1 bis 25 von 322
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cantanto
00
12.2.2009, 14:51
Wie demokratiefeindlich sind Islamlehrer?

Wie demokratiefeindlich ist der Islam?
Wäre die bessere Frage.

schau ma mal
00
13.2.2009, 13:57

Da hängt wohl von der Fragestellung ab.
Auf die Frage, wem man sich mehr verpflichtet fühlt, Gott oder der Demokratie, würde jeder wahrhaft religiöser Mensch Gott nennen.
Die Deutung würde allerdings anders ausfallen. Ein Muslim der das sagt, ist auf jeden Fall ein Feind der Demokratie.
Das Problem dieser Studie ist, dass es keien Vergleichsgruppe gibt. Es hätten auch christliche Lehrer befragt werden müssen.
So steht eine Aussage im Raum ohne jeglichen Bezug. Jeder engagierte Populist kann die Studie nehmen und nach Lust und Laune interpretieren, mit der Sicherheit das tausende ihm nachqauaken werden.
Zum Glück haben wir eine kritische Berichterstattung wie "Heute".

ROSAROT17
34
Hat er schon Personenschutz notwendig?

Wehe dem, der es wagt den Islam zu kritisieren! Ups-Islam ist ja eine total "friedliche" Religion, hab ich vergessen!

FalscherProphet
00
Zum Thema "Ratzinger & der friedliche Katholizismus"

ist übrigens folgender Link empfehlenswert
("Ratzinger beschimpft Jesus"):

http://www.denk-mit.info/kirche/ra... jesus.html

Zirkumplex
04

von den großen 3 religionen ist keine friedlich!

FalscherProphet
00
Du meinst von den drei großen

"Abrahamsreligionen", oder?

((es gibt glaube ich noch mindestens eine vierte "Abrahamsreligion"))

Zirkumplex
00
ja, wenn man

das bahaitum aufgrund seiner eher geringen anzahl an "mitgliedern" nicht erwähnt, richtig erkannt.

cipf
 
23

Bitte welche Religion ist denn nun wirklich "demokratieverträglich"?
Ich denke mir, bei 80% der katholisch-kirchlichen Würdenträger (das sind jene, wo sich in das Schwarz irgendwo ein Pink, Rosa, Rot oder Purpur hineinmischt) ist die Ablehnung der Demokratie (Herrschaft durch das Volk) auch tief verwurzelt. Die Jahre haben diese Herrschaften allerding gelehrt, die Verachtung für die Volksherrschaft nicht zu deutlich zu artikulieren. Die jüngeren Religionsvertreter müssen das noch lernen.

FalscherProphet
00
Die Demokratieverträglichkeit

der katholischen Kirche merkt man z.B. daran, dass "ganz demokratisch" entschieden wurde,
die Exkommunikation eines Holocaustleugners (bzw. einer ganzen holocaustleugnenden Gruppierung!) aufzuheben...

Luici
12
Der überlegene Islam!


«Die Minarette sind unsere. Bajonette, die Kuppeln unsere. Helme, die Moscheen unsere. Kasernen und die Gläubigen. unsere Armee.»
(Erdogan)

Es ist alles gesagt und muß nur noch getan werden.

Allwissender Vater, wie schwach sind doch deine Verhütungsappelle gegeüber dem Kreuz, auf dem ungefragt um die Wette genagelt und drauflos geboren wird.

nemo sander
03
FalscherProphet
00
Sehr witzig & empfehlenswert!

Thema: "Deutschlands neues Lieblingsspiel"...

Ludwig XIV
 
00
thx 4 the link!

Außerirdischer
01
31.1.2009, 22:25
Gutes Interview!

ameisenigel
15
31.1.2009, 03:03
der islam

an sich war immer schon eine politische religion. mohammed war prophet und staatsführer in einem, der islam war das mittel zur einigung der arabischen stämme. seit der gründung des islam, gibt es diese einheit aus staat und religion und es sieht nicht so aus, als würde das jemand in nächster zeit ernsthaft in frage stellen wollen.
gerne würde ich sagen "warum nicht?". es wäre vermessen und ignorant, darüber zu urteilen, was für andere die beste art zu leben sei. doch in anbetracht der tatsache, dass muslime früher oder später die mehrheit in europa stellen werden, bleibt es bei einem "mit mir nicht!".

Satan Claus
03
Ich sag ihnen wieso:

Mohammed hat bereits sehr früh erkannt dass man "den Araber" nur dann vom Stehlen abhalten kann, wenn man ihm mit dem Abhacken von Gliedmassen droht.
"Der Österreicher" dagegen wird durch staatliche Transferleistungen vom Stehlen abgehalten.

Das mag einer der Gründe sein warum unser Land so beliebt bei nicht ausgebildeten Immigrationswilligen ist.

Ein anderer mag die abschreckende Wirkung unserer Einkommensteuern auf die gut ausgebildeten Immigrationswilligen sein.

Aber egal, sobald der Islam dieses Land "erobert" hat, wird obiges nicht mehr gelten und unsere gut ausgebildeten Emmigrationswilligen werden vielleicht zurückkehren.
Wahrscheinlich aber eher nicht.

peter56
 
30
Keine Angst.

Die Mehrheit der Bevölkerung werden Muslime in unserem, auch Ihrem Leben sicher nicht mehr erreichen, schon gar nicht die so Gläubigen, daß man Angst haben müßte, die wollten die Form des Staatsislams bei uns einführen, das sind, wie man ja aus der "Studie" weiß, um die 20 % der RELIGIONSLEHRER, also der wirklich GLÄUBIGEN, ihren Glauben auch mit großer Wahrscheinlichkeit Praktizierenden.
Wenn man jetzt noch hochrechnet, wieviel % der muslimischen Bevölkerung die Religionslehrer ausmachen, kommt man auf einen sicher sehr kleinen Prozentsatz an relativ fundamental Denkenden....
Die Ängste und Polemiken der Panikmacher bei uns sind also wirklich absurd....

Raf Weisheit-Löffelfresser
03
30.1.2009, 16:39
Armer Rauscher,


jetzt passt er nicht mal mehr ins Bild. Wie würde das bloß aussehen, wenn er Rainer Callmund interviewen müsste?

Post(er)
12
30.1.2009, 16:05

Die Leute sollen was gescheites machen und nicht Religion. Wem nutzen betende Leute generell?

peter56
 
04
Nun, die Betenden glauben, sich selber zu nützen.

Daß sie das nicht tun, wissen sie leider nicht...

Aber da Glaube uns von Kindheit eingetrichtert wird, meist mit großer Angst vor Verdammnis und Strafe Gottes in uns reinmanipuliert wird, noch dazu im kritikunfähigen Alter der frühen Kindheit, sitzt dieser Glaube in den meisten von uns, auch bei den Moslems, leider so tief, daß die Einsicht, daß es sich eigentlich nur um ein reines Disziplinierungswerkzeug der Mächtigen und Religionsführer zur Erhaltung ihrer Macht und ihres Einflusses handelt, große kritische Hinterfragung und emotionale Überwindung kostet, die eben nicht jeder schafft...

Mineum71
 
05
30.1.2009, 14:36


Mouhanad Khorchide ist der lebendige Beweis dafür, daß die Moslems in Österreich differenziert betrachtet werden müssen: Die modernen, intergrierten sind herzlich willkommen, die konservativen, kleingeistigen dürfen sich herzlich gerne verabschieden.

Ludwig XIV
 
00

dein Post klingt auch sehr kleingeistig....

peter56
 
30
Es steht Ihnen und uns allerdings nicht zu,

Menschen wegen Ihrer Einseitigkeit abzuweisen. Das sollte Ihnen klar sein. Denn genau deren Ablehnung unserer lebensweise würden Sie mit der Gegenablehnung ja erst legitimieren.
Ihre Ablehnung ist um nichts edler, berechtigter, als die ablehnung unserer lebensweise der fundamentalistisch denkenden...
Unser einzig akzeptables Mittel ist von denen die Einhaltung unserer Gesetze zu fordern und auch zu kontrollieren und nötigenfalls mit Sanktionen einzuschreiten, deren inner Haltung hat niemand das Recht einzufordern.

Satan Claus
04

Was sie nicht sagen?

Wenn "die" unsere Lebensweise so vehement ablehnen, wieso gehen "die" dann nicht woanders hin?

Ich schlage meinen gläubigen saudischen Arbeitskollegen in Riad eigentlich nie ein Blunzengröstel mit anschliessendem Hollerschnaps vor, während ich beim Tischgespräch die Vorzüge unserer Demokratie, meinen Atheismus und die Promiskuität unserer Frauen preise.

Nönö, ich freue mich statt dessen, wenn ich dort eingeladen bin, über einen Augapfel vom Hammel und versuche der Dame des Hauses nicht in die Augen zu starren.

peter56
 
31
"Wenn "die" unsere Lebensweise so vehement ablehnen, wieso gehen "die" dann nicht woanders hin? "

Soll ich daraus schließen,daß Sie die Lebensweise der Saudis,denen Sie offensichtlich alles recht machen,damit Sie dort gut behandelt und fürstlich versorgt werden(was ich ja sogar verstehen kann),als so toll und richtig empfinden? Oder tun Sie nur so,indem Sie sich den Sitten dort anpassen aber zu Hause ganz anders leben?
Ich verstehe schon,daß sie dort nicht offen sagen, was Sie an deren Lebensweise störte.Sie würden es wahrscheinlich net überleben.. bei uns darf eben einer wie Sie,nur von der fremden Seite,sagen,was ihn stört.Und ich finde das ehrlicher als Ihre "Anpassung",die nix mit Ihrer inneren Einstellung zu tun hat.
Wenn der betreffende Moslem also bei uns auch was davon hat,wie Sie in Saudiarabien,warum sind Sie's dem neidig ?

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