Wiener Börse am Montag schließt sehr schwach

2. Februar 2009, 18:11
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Leitindex büßt 3,67 Prozent ein - - Geringes Volumen - Finanztitel unter Druck

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei geringem Volumen mit deutlich tieferen Notierungen beendet. Der ATX rutschte in einem negativen Umfeld um 63,75 Punkte oder 3,67 Prozent auf 1.672,48 Einheiten ab. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 38 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 1.710 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York -0,99 Prozent, DAX/Frankfurt -1,55 Prozent, FTSE/London -2,06 Prozent und CAC-40/Paris -1,47 Prozent.

Der ATX startete wie das europäische Umfeld mit deutlichen Kursverlusten in den Februar. Vor allem Aktien der Finanzbranche fanden sich europaweit auf den Verkaufslisten der Investoren. Marktbeobachter verwiesen zur Begründung auf Befürchtungen, wonach die in den USA geplante "Bad Bank" nicht den Druck von den US-Finanzwerten nehmen könnte. Die Abschläge erfolgten auf sehr breiter Front.

Bankenwerte unter Druck

Auch die heimischen Bankwerte verloren deutlich an Terrain. So rutschten Erste Group 5,57 Prozent auf 11,18 Euro ins Minus. Raiffeisen International mussten einen Kursabschlag von 6,19 Prozent auf 15,01 Euro hinnehmen. Die Analysten von Goldman Sachs haben ihre Einstufung "sell" für die Titel bestätigt und das Kursziel von 29,70 auf 20,30 Euro gekappt.

Noch deutlicher erwischte es bei den Versicherern die Aktien der Vienna Insurance Group mit einem Abschlag in Höhe von 6,99 Prozent auf 22,88 Euro. Sehr schwach zeigten sich auch Wienerberger mit einem Kursrutsch um 8,25 Prozent auf 9,23 Euro.

Unter den weiteren Indexschwergewichten stiegen voestalpine nach einer Gewinnwarnung und schwächerem Verlauf noch um 1,84 Prozent auf 15,50 Euro. Die Aktien hatten am Freitag mehr als sieben Prozent an Wert eingebüßt. Der Stahlkonzern senkt seinen Ausblick für das Gesamtgeschäftsjahr 2008/09. Eine Ergebnisprognose für 2009/10 sei aufgrund der nicht absehbaren Entwicklung der Märkte in den nächsten zwölf Monaten nicht möglich, hieß es.

Berg- und Talfahrt für OMV

Im Energie-Sektor testeten OMV im Tagesverlauf zwar kurzfristig ins Plus, drehten aber im Späthandel deutlich nach unten und schlossen um 5,85 Prozent tiefer bei 21,08 Euro. Schoeller-Bleckmann konnten hingegen mit plus 5,03 Prozent auf 22,33 Euro an die Freitagsgewinne anschließen. Die Titel des Verbund gaben um 4,94 Prozent auf 28,49 Euro nach.

Andritz verloren 2,15 Prozent auf 22,80 Euro. Die Andritz Hydro konnte in der Türkei einen 55 Mio. Euro-Auftrag an Land ziehen. Sehr schwach zeigten sich SkyEurope, die um 5,00 Prozent auf 0,19 Euro fielen.

Die Aktien der AUA sanken um 1,90 Prozent auf 4,12 Euro. Nach Darstellung von Lufthansa-Chef Mayrhuber, könnte der geplante Einstieg bei der AUA in den kommenden Wochen noch am Widerstand der AUA-Kleinaktionäre oder an strengen Auflagen der EU-Kommission scheitern, war am Wochenende bekanntgeworden.

Die zehn größten Kursgewinner

      1. HIRSCH SERVO AG                  +15,98 Prozent
2. TEAK HOLZ INT. AG +6,18 Prozent
3. SCHOELLER-BLECKMANN AG +5,03 Prozent
4. SW UMWELTTECHNIK AG +2,14 Prozent
5. VOESTALPINE AG +1,84 Prozent
6. BENE AG +1,47 Prozent
7. SEMPERIT AG HOLDING +1,25 Prozent
8. ATRIUM EUROP.REAL EST.LTD +0,46 Prozent
9. KAPSCH TRAFFICCOM AG +0,31 Prozent
10. LENZING AG +0,01 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer

      1. PANKL RACING SYSTEMS AG           -9,01 Prozent
2. CONWERT IMMOBILIEN INVEST SE -8,51 Prozent
3. AVW INVEST AG -8,33 Prozent
4. WIENERBERGER AG -8,25 Prozent
5. RHI AG -7,20 Prozent
6. VIENNA INSURANCE GROUP -6,99 Prozent
7. RAIFFEISEN INT. BANK-HLDG AG -6,19 Prozent
8. OMV AG -5,85 Prozent
9. CA IMMOBILIEN ANLAGEN AG -5,82 Prozent
10. ZUMTOBEL AG -5,81 Prozent (APA)
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