KTM mit geringerem Quartalsgewinn

29. Jänner 2009, 09:25
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Motorrad-Hersteller plant Kapitalerhöhung

Wien  - Der börsenotierte oberösterreichische Motorradhersteller KTM Power Sports bekam im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 (September bis November) die Krise voll zu spüren. Der Umsatz ging um 11,5 Prozent auf 132,2 Mio. Euro zurück, der Vorsteuergewinn (EBIT) brach um 76,3 Prozent auf 4,5 Mio. Euro ein. In der zweiten Jahreshälfte 2009 plant KTM eine Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital, nicht zuletzt weil mit einem weiteren Rückgang der Kaufkraft und des Absatzes von Motorrädern gerechnet wird.

KTM werde deshalb die Produktion um mehr als 20 Prozent reduzieren und "die bereits laufenden Optimierungs- und Einsparungsmaßnahmen weiter forcieren", hieß es weiter.

Im 1. Quartal sank der Absatz um 4.465 auf 20.300 Fahrzeuge. Bei den Sportmotorrädern ging der Umsatz um 15,5 Prozent auf 126,2 Mio. Euro zurück. Das EBIT sank um ein Drittel auf 12,7 Mio. Euro. Bei den "Sportcars" fiel bei einem Umsatz von 6,5 Mio. Euro ein Verlust von 7,9 Mio. Euro an, der auf die höher als geplanten Kosten für die Erstserie zurückzuführen sei, heißt es.

Präsentiert wurde im ersten Quartal auch der Prototyp eines geräuschlosen und emissionsfreien Enduro-Motorrades, das 2010 in die Serienproduktion gehen soll. Mit diesem Antriebskonzept setze KTM "einen wesentlichen Baustein für die Zukunft.

Ein Bewertungsverlust aus einer Ende des Geschäftsjahres 2007/08 eingegangenen Dollar-Absicherung drückte mit 28,1 Mio. Euro auf das Finanzergebnis. Das Ergebnis je Aktie drehte von 2,2 Euro im Vergleichsquartal des Vorjahres auf minus 4,1 Euro, die EBIT-Marge reduzierte sich von 12,7 auf 3,4 Prozent. Die Zahl der Mitarbeiter stieg im 1. Quartal um 103 auf 1.966. (APA)

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