Deutsche Mobilfunkbetreiber wollen höhere Gebühren

28. Jänner 2009, 18:43
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Nur E-Plus nicht

Die deutschen Mobilfunknetzbetreiber T-Mobile, Vodafone und O2 wollen mehr Geld für die Weiterleitung von Gesprächen aus anderen Netzen haben. Während die beiden großen Betreiber eine moderate Erhöhung der Terminierungsentgelte fordern, will O2 fast eine Verdoppelung, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Anträgen an die deutsche Bundesnetzagentur hervorgeht. E-Plus schlägt hingegen eine schrittweise Absenkung der bisherigen Gebühr vor.

Wichtige Einnahmequelle

Die Terminierungsentgelte sind wichtige Einnahmen für alle Netzbetreiber. Sie stellen sich diese Gebühren gegenseitig in Rechnung, wenn ihre Kunden Anrufe aus anderen Netzen erhalten. Letztlich bezahlen aber die Anrufer dies über ihre Tarife. Die Netzbetreiber müssen der Bundesnetzagentur die Kosten nachweisen. Die Regulierungsbehörde erhofft sich von der Senkung der Entgelte auch niedrigere Endkundenpreise.

Senkung der Preise

2007 waren die Mobilfunknetzbetreiber mit ihrem Antrag auf Gebührenerhöhung gescheitert. Zum 1. Dezember 2007 wurden die Entgelte um rund zehn Prozent gesenkt und liegen derzeit bei 7,92 Cent die Minute für T-Mobile und Vodafone und 8,8 Cent für E-Plus und O2. E-Plus will nun eine schrittweise Senkung auf 8,4, 7,6 und 6,8 Cent bis 2012 erreichen, T-Mobile fordert 8,39 Cent, Vodafone will 8,23 Cent durchsetzen und O2 zunächst 16,43 Cent, dann 14,98 und schließlich 14,43 Cent die Minute bis März 2012.

Behördenchef Matthias Kurth hatte bereits im vergangenen Jahr gesagt, er rechne mit einer weiteren Senkung der Preise. Die Nutzung der Netze werde zunehmen, weil immer mehr Kunden auf einen Festnetzanschluss verzichteten und zugleich der mobile Internetzugang an Bedeutung gewinne. Damit steige die Netznutzung und die Investitionen der Anbieter verteilten sich auf mehr Minuten. (APA)

 

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