Mölzer wünscht Voggenhuber Erfolg

28. Jänner 2009, 17:05
118 Postings

FPÖ ortet grüne Spaltung - BZÖ: Demontage von Glawischnig - ÖVP: "Innerparteiliche Krise"

Mit Hohn für die Grünen hat der freiheitliche EU-Mandatar Andreas Mölzer auf die Ankündigung des Grünen Europa-Abgeordneten Johannes Voggenhuber, mit einer "Solidaritätskandidatur" auf dem letzten Platz bei der EU-Wahl antreten zu wollen, reagiert. Er verwies auf seinen eigenen Vorzugsstimmenwahlkampf 2004, der "der Beginn des Abspaltungsprozesses des BZÖ" gewesen sei. Es sei Voggenhuber ein erfolgreicher Vorzugsstimmenwahlkampf zu wünschen, was auch bei den Grünen zu einer Parteispaltung führen würde, so Mölzer in einer Aussendung.

BZÖ-Generalsekretär Martin Strutz wiederum ortet angesichts der von Voggenhuber angekündigten Solidaritätskandidatur für die grüne EU-Liste der Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek eine "Demontage" der Bundessprecherin Eva Glawischnig. Das Chaos um die Listenerstellung der Grünen könnte bedeuten, dass bei genügend Vorzugsstimmen für Voggenhuber die Glawischnig-Kandidatin Lunacek ins "politische Nirwana" gesendet werde.

"Die Grünen sind mit ihrer innerparteilichen Krise beschäftigt, anstatt mitzuhelfen, die  globale Wirtschaftskrise zu meistern. In Zeiten einer globalen Krise, wo viele Menschen von Existenzsorgen bedroht sind, haben die
Grünen nichts Besseres zu tun, als sich innerparteilich zu streiten", sagt ÖVP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger in einer Aussendung. (APA/red/derStandard.at, 29. Jänner 2009)

Share if you care.