Strategische Entscheidungen aus dem Computer

28. Jänner 2009, 13:53
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SAP analysiert Firmenkennzahlen mit intelligenter Geschäftssoftware

Mit intelligenter Geschäftssoftware (Business Intelligence - BI) steht Unternehmen ein Werkzeug zur Verfügung, um strategische Entscheidungen auf Basis von gut aufbereiteten Daten treffen zu können. Der ERP-Spezialist SAP hat sich mit der Akquisition von Business Objects Anfang des vergangenen Jahres ein spezialisiertes Unternehmen ins Boot geholt, um diese Anforderungen auch mit der eigenen Software erfüllen zu können. "SAP hat damit ein großes Portfolio an Produkten dazubekommen, das wir im Rahmen einiger Releases unseren Kunden anbieten werden", erläutert Markus Hassek, Business Development Solutions & Industries, auf der ITnT.

Analyse

BI-Applikationen ermöglichen die Analyse von Daten aus unterschiedlichen Quellen sowie in verschiedenen Formaten. Sie werden von der Software aufbereitet, um nutzbringende Antworten auf geschäftliche Fragen liefern zu können. Die SAP-Lösung arbeitet dabei mit grafischen Elementen, um komplexe Zahlen und Unternehmensdaten zu veranschaulichen. "Nach dem Abschluss der Analyse und Aufbereitung der Daten stehen dem Nutzer verschiedene Darstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Das kann einerseits in Form eines Dashboards sein, aber auch eine Schnellauswertung der Daten oder ein Standardreporting sind möglich", sagt Hassek. Des Weiteren wurden interaktive Funktionen integriert, um bestimmte Werte verändern zu können - beispielsweise die Personalkosten - und anschließend die Auswirkungen auf andere Unternehmenskennzahlen zu sehen.

Wert legten die SAP-Entwickler der Applikation auf einfache Bedienbarkeit. So muss jeder Mitarbeiter eines Unternehmens vom Vorstand über interne Analysten bis zum Vertriebsmitarbeiter mit der Software ohne Schulungsaufwand umgehen können. "Die Software ist derart konzipiert, dass jeder User mit wenigen Klicks eine verständliche Auswertung der zugrunde liegenden Daten erstellen kann. "Diese Analysecharts können als optisch ansprechende Folien problemlos in eine Präsentation eingefügt werden. Somit kann man rasch eine Besprechung vorbereiteten und verwendet zudem immer die aktuellen Daten, da die Applikation jederzeit in Echtzeit auf die zugrunde liegende Datenbank zugreift und die neuesten Zahlen verarbeitet", streicht Hassek hervor.

Zielgruppe

Die Zielgruppe für BI-Applikationen reicht von großen Konzernen, die ihre Gesamtstrategie analysieren und optimieren wollen, bis hin zu kleinen Firmen ab zehn Mitarbeitern. "Auch bei diesen Unternehmen kann der Einsatz sinnvoll sein. Hier werden beispielsweise einfachere Verkaufsszenarien analysiert, bewertet und optimiert", erläutert Hassek. In jedem Fall geht die SAP-Software weg von den nackten Zahlen, stellt die Daten grafisch dar und erlaubt es auf diese Weise auch, Veränderungen und strategische Optionen auf einen Blick zu sehen.

Die BI-Software von Business Objects verspricht jedoch noch andere Möglichkeiten abseits der Interpretation von Zahlen, denn die Software kommt mit Daten aus allen möglichen Quellen zurecht. "Damit ist es auch unerheblich, welche Datenbanken und Anwendungen ein Unternehmen einsetzt oder in welchem Format diese gespeichert sind", so Hassek. Oftmals - laut dem Experten zu 70 Prozent - ist Information außerdem in E-Mails gespeichert. Die Software von Business Objects verarbeitet auch diese Form der Speicherung. Aus dem Text werden unter Zuhilfenahme spezieller Algorithmen relevante Informationen extrahiert, um sie in übersichtlicher und nutzbringender Form zur Verfügung stellen zu können. (pte)

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