Der lesbische Körper als Staats/Bürger/Körper

28. Jänner 2009, 11:43
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Christine Klapeer stellt Thesen ihrer Forschungsarbeit zu "lesbischer Staatsbürgerinnenschaft" in Innsbruck zur Diskussion

ArchFem und der Bereich Gender Studies an der Universität Innsbruck bitten am Donnerstag, 29. Jänner um 19.30 Uhr in den Salon Adelheid, wo Christine Klapeer einzelne Teile und Thesen ihrer noch laufenden Forschungsarbeit "Randzonen staatsbürgerlicher Intelligibilität: Der lesbische Körper als Staats/Bürger/Körper" zur Diskussion stellen wird.

Analyse der vergeschlechtlichten Körpermetaphorik

Die feministische Politikwissenschafterin analysiert neuzeitliche Staats(bürgeschafts)theorien und besonders die darin enthaltene vergeschlechtlichte und sexuelle Körpermetaphorik und zeigt, wie diese wesentlich daran beteiligt waren, nur eine bestimmte geschlechtlich-sexuelle und körperliche Seinsweise als "denkbar" möglichen Modus einer Staatsbürgerexistenz zu erschaffen.

Nicht mehr die unterschiedlichen Diskriminierung von Lesben steht daher im Zentrum ihrer Analyse, sondern die Kriterien des Einschlusses selbst werden als Kriterien der staatsbürgerlichen Intelligibilität in einer ideengeschichtlichen Analyse rekonstruiert.

Anbindung an die politische Praxis

Als Aktivistin in unterschiedlichen feministischen, lesbisch-feministischen und queeren Kontexten ist Klapeer besonders an einer Auseinandersetzung und Anbindung an die politische Praxis interessiert, da Heteronormativität hier nicht nur als zu theoretisierendes Herrschaftsverhältnis erscheint, sondern als ganz unmittelbar wirkendes Gewaltverhältnis erfahrbar wurde/wird. (red)

Link

ArchFem - Interdisziplinäres Archiv für feministische Dokumentation, Zollerstraße 7, Innsbruck

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