Steyr schaltet Gang zurück

28. Jänner 2009, 18:23
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Nach Rekordjahr 2008 heuer 1000 Traktoren weniger

St. Valentin / Wien - Traktoren der Marken Steyr und Case tuckern heuer langsamer aus den Produktionshallen. Nach dem Rekordjahr 2008, als knapp 11.500 Stück das Werk in St. Valentin (NÖ) verließen, werden es heuer voraussichtlich um rund 1000 weniger sein.

"Das hat nichts mit der Wirtschaftskrise zu tun, das ist der natürliche Zyklus bei Landmaschinen", sagte der Europachef von Case IH / Steyr, Andreas Klauser. Marktanteile werde man trotzdem dazugewinnen, weil die Konkurrenz noch stärker zurückstecke. Schätzungen zufolge dürfte die Zahl der in Europa verkauften Traktoren von zuletzt 200.000 auf heuer 180.000 Stück sinken.

Mit 10.500 Traktoren liege man dennoch deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Landwirte seien "stabile Abnehmer", die sich weder von Hochs noch von Tiefs beeindrucken ließen. Klauser: "Das bremst uns im Wirtschaftsaufschwung, hilft uns aber auch in der Krise." Aufgrund der Möglichkeit, Mitarbeiter flexibel einzusetzen, bestehe kein Grund, über Kurzarbeit nachzudenken. Vom Tisch ist dafür der Plan, das Werk St. Valentin auf Zweischichtbetrieb umzustellen. Das wäre notwendig geworden, wenn die Stückzahlen auf 13.000 zugegangen wären. Unter den gegebenen Umständen komme man aber mit der einen Schicht gut über die Runden, sagte Klauser.

Die Steyr Landmaschinentechnik ist 1997 vom US-Konzern Case gekauft worden, der seinerseits 2000 von Fiat übernommen wurde. Im Werk St. Valentin sind 765 Mitarbeiter beschäftigt. (stro, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29.1.1.2009)

  • Steyr-Traktoren sind Marktführer in Österreich.
    foto: steyr

    Steyr-Traktoren sind Marktführer in Österreich.

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