4.000 Prozessorkerne: Neuer Superrechner für Wiener Unis

28. Jänner 2009, 11:09
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"20 bis 50 Teraflops angestrebt" - Testbetrieb im Sommer, Einsatz ab Herbst 2009 geplant

 Ein neuer Supercomputer "mit 4.000 hochparallel arbeitenden Prozessorkernen" soll ab Herbst 2009 der Technischen Universität (TU) Wien, der Universität Wien und der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien zur Verfügung stehen. Der Beschluss für die Anschaffung sei am Dienstag offiziell abgesegnet worden, hieß es in einer Aussendung der Unis am Mittwoch. Mit dem neuen Hochleistungsrechner werde Österreich in punkto Rechenleistung "von den hinteren Plätze ins internationale Mittelfeld vorrücken".

1,6 Millionen Euro

Die TU stellt für die Installation der Hardware einen Raum im Freihaus zur Verfügung, der bereits mit der nötigen Kühltechnik ausgestattet ist. Der Zentrale Informatikdienst der TU wird auch für Betrieb und Unterhalt sorgen. Die Kosten für die Anschaffung belaufen sich auf 1,6 Millionen Euro.

20 bis 50 Teraflops

"Wir streben eine Rechenleistung von 20 bis 50 Teraflops aus bis zu 4000 Prozessor-Cores an", sagt Herbert Störi, Vorstand des Instituts für allgemeine Physik an der TU Wien und Leiter des Projekts Supercomputer. Zum Vergleich: Ein Pentium-4-Prozessor mit 3 Gigahertz schafft 0,006 Teraflops, das ist gerade einmal ein Zehntausendstel des geplanten Rechners. Schnellere Maschinen als der geplante Wiener Uni-Rechner werden derzeit für militärische Anwendungen oder für die Meteorologie eingesetzt.

Zur Überprüfung

Computer sind aus der Forschung nicht mehr wegzudenken. Vor allem Anwendungen wie Klimamodelle, die Modellierung biochemischer Abläufe und die Entwicklung von Halbleitertechnik, aber auch moderne Astronomie, Physik und Mathematik sind zur Überprüfung ihrer Annahmen auf Hochleistungscomputer angewiesen. (APA)

 

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