Handynetz steuert Straßenbeleuchtung punktgenau

28. Jänner 2009, 10:31
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Klagenfurter Pilotprojekt rüstet Straßenlampen mit SIM-Karten aus

 Straßenlampen können künftig über das Mobilfunknetz gesteuert werden. Ein entsprechendes Pilotprojekt hat der Mobilfunker T-Mobile Austria in Kooperation mit dem niederländischen Lampenhersteller Lioris und Energie Klagenfurt gestartet. "Der Mobilfunk übernimmt zunehmend die Steuerung von Maschinen. In dem aktuellen Projekt werden LED-Straßenlampen über das Mobilfunknetz kontrolliert", erklärt Bela Virag, T-Mobile-Verantwortlicher für Business Marketing, im Gespräch mit pressetext. Dazu werden sie mit einem SIM-Karten- sowie einem GPS-Modul ausgestattet.

"LEDs haben einige überzeugende Vorteile. Sie sind schalt- und dimmbar, sparen Strom und können in verschiedenen Farben leuchten"

Die LED-Technik wird als Zukunftstechnologie in der Beleuchtungsbranche gehandelt. "LEDs haben einige überzeugende Vorteile. Sie sind schalt- und dimmbar, sparen Strom und können in verschiedenen Farben leuchten", erläutert Lucien Laseur, CEO von Lioris, gegenüber pressetext. Als einziges Unternehmen verbaut Lioris zudem ein SIM-Kartenmodul, um somit jede einzelne Lampe zentral steuerbar zu machen. Durch die Dimmbarkeit der LEDs können ganze Straßenzüge gleichmäßig in einer bestimmten Intensität ausgeleuchtet werden. "Geschieht in der Nacht ein Unfall, so können jene Lampen in der Nähe der Unfallstelle auf volle Stärke geschaltet werden. Die restlichen Lampen in der betroffenen Straße hingegen werden zum Beispiel rot blinken, um nachkommenden Verkehr zu warnen", sagt Virag.

Die Stadtwerke Klagenfurt werden die neue Technologie als eine der ersten Städte in Europa in den kommenden drei Monaten eingehend testen. "Wir werden vor allem die Alltagstauglichkeit der LED-Technologie und die tatsächlichen Stromsparmöglichkeiten verifizieren, bevor wir ein Pilotprojekt in größerem Umfang starten", führt Romed Karre, Geschäftsführer Energie Klagenfurt, aus. Die LEDs weisen neben ihrer Energiesparsamkeit mit einer Lebensdauer von 20 Jahren noch ein weiteres Kostenargument auf. Zudem können die Leuchtmittel problemlos gewechselt werden, um in einigen Jahren LEDs einzusetzen, die noch sparsamer mit Energie umgehen. Der nächste Entwicklungsschritt sei hier bereits im laufenden Jahr zu erwarten, meint Laseur.

"Wir sehen, dass viele Firmen Anwendungen für den Mobilfunk entwickeln und wollen das natürlich unterstützen"

T-Mobile sieht sich und das Mobilfunknetz als Motor und Möglichkeit für kleinere Unternehmen, ihre innovativen Ideen umzusetzen. "Wir sehen, dass viele Firmen Anwendungen für den Mobilfunk entwickeln und wollen das natürlich unterstützen", erklärt Virag gegenüber pressetext. Im Falle des Klagenfurter Lampenprojekts hat der Mobilfunker ein dem Privatkundengeschäft mit Handysubventionen ähnliches Konzept gewählt. T-Mobile finanziert die Umrüstung der Straßenlampen und kassiert anschließend einen Teil der eingesparten Kosten, womit die Investition wieder in die Kassen des Mobilfunkbetreibers zurück fließt. (pte)

 

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