Pessimistischer Ausblick nach Gewinneinbruch

28. Jänner 2009, 10:23
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Stuttgart - Nach jahrelangem Wachstum hat der weltgrößte Autozulieferer Bosch 2008 den Rückwärtsgang einlegen müssen und erwartet auch dieses Jahr keine Besserung. Der Konzern in Stiftungsbesitz mit international 282.000 Mitarbeitern will deshalb den Gürtel enger schnallen und auf die Kostenbremse treten. Wegen der weltweit weggebrochenen Automärkte sank der Konzernumsatz im abgelaufenen Jahr um 2,8 Prozent auf rund 45 Mrd. Euro, wie Bosch am Dienstagabend in Stuttgart mitteilte. Der Gewinn brach um zwei Drittel auf rund 1,13 Mrd. Euro ein, unter anderem weil wegen der Finanzkrise im Anlagegeschäft Verluste anfielen.

Das Vorsteuerergebnis liege mit einem Anteil von rund 2,5 Prozent vom Umsatz "deutlich unter der Ziellinie", gestand Bosch-Chef Franz Fehrenbach ein. Die größte Sparte Kfz-Technik, die knapp zwei Drittel der Erlöse liefert, erlitt einen Umsatzrückgang um 7 Prozent verkraften.

"Wir müssen uns 2009 auf weitere negative Entwicklungen einstellen", malte der Bosch-Chef in düsteren Farben. Die weltweite Fahrzeugproduktion könne 2009 um 10 Prozent sinken. Es bestehe die Gefahr, dass das laufende Geschäftsjahr noch schlechter ausfalle als 2008, es werde eines der schwierigsten Jahre seit langem. Ob 2010 besser werde, sei offen. (APA/Reuters)

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