Flugausfälle auch in Österreich

28. Jänner 2009, 14:59
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Die Flugbegleiter fordern 15 Prozent mehr Lohn

Frankfurt/Main - Im Tarifstreit um höhere Löhne hat die deutsche Flugbegleitergewerkschaft UFO den Druck auf die Lufthansa erhöht. Die Lufthansa musste am Mittwoch aufgrund erneuter Warnstreiks insgesamt 80 Flüge streichen, wie eine Lufthansa-Sprecherin in Frankfurt am Main sagte. Auf zahlreichen Verbindungen sei es zu Verspätungen kommen, auch auf Langstreckenflüge zu Zielen außerhalb Europas. In Wien fielen zwei Flüge aus.

Von den Warnstreiks seien ausschließlich Verbindungen von und zum Lufthansa-Hauptstandort Frankfurt sowie zum Flughafen Berlin-Tegel betroffen gewesen, sagte die Lufthansa-Sprecherin. Insgesamt sei ein Drittel der für die Dauer des sechsstündigen Streiks geplanten 240 Flüge ausgefallen. Dabei habe es sich um innerdeutsche und innereuropäische Verbindungen gehandelt. Langstreckenflüge zu Zielen außerhalb Europas seien nicht annulliert worden. Die Lufthansa bietet pro Tag rund 2.000 Verbindungen an. Der Streik hatte am Mittwochmorgen um sechs Uhr begonnen und endete gegen Mittag.

Die von den Streichungen betroffenen Fluggäste seien auf anderen Verbindungen umgebucht worden, sagte die Lufthansa-Sprecherin. Bei Flugausfällen innerhalb Deutschlands hätten die Passagiere ihre Tickets auch gegen Bahnfahrkarten eintauschen können.

Erst in der vergangenen Woche hatten Streiks von UFO für Flugausfälle und Verspätungen gesorgt. UFO will mit den Arbeitsniederlegungen eine Gehaltserhöhung von 15 Prozent durchsetzen, die Lufthansa bietet bisher zehn Prozent mehr Geld. Die Lufthansa forderte von der Gewerkschaft, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Das Angebot sei aufgrund der unsicheren Aussichten für die Wirtschaft berechtigt, sagte die Lufthansa-Sprecherin. UFO war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. (APA/AFP)

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    Die Flugbegleiter streiken sechs Stunden lang für mehr Lohn.

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