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In Sachen neuer Bedürftigkeit, die da krisenbedingt auf uns zukommt, sind Kunstschaffende echte Role-Models: Sie haben nämlich schon jetzt vornehmlich nichts außer Schulden. Arm, aber unglücklich, schnallen sie ihre Gürtel enger, wenn öffentliche Subventionen gekürzt werden und Strukturreformen sie von der Bühne fegen. Und sie fallen aus der Künstlersozialversicherung, weil sie zu wenig verdienen. Über diese extravagante Definition von "sozial" darf im Sozialstaat Ö. durchaus nachgedacht werden.
Das mittlere Einkommen der Kunstschaffenden beträgt 4500 Euro netto, bei Literaten gar nur 2600 Euro. Pro Jahr. Nicht pro Monat. Sicher, Künstler sind nicht die einzigen armen Hunde. Warum also sollte Restösterreich inkl. zuständiger Ministerin ausgerechnet der Hungerkünstler-Blues bekümmern? Weil - Antwort - unser Land seinen Ruf nicht witzigen Politikern, sondern der Kunst verdankt. Und weil es mehr als bedenklich ist, wenn sich nur mehr die Middle- und Upperclass leisten kann, Kunst zu machen.
Künstlerinnen verdienen übrigens noch viel weniger als Kunstmänner, obwohl sie über eine höhere Ausbildung verfügen. Dies ist allerdings kein rein österreichisches Phänomen: Europaweit sind 53 Prozent der Kunststudierenden weiblich, nur fünf Prozent der Lehrenden.
Alles also ganz wie im wirklichen Leben, nur schlechter. Oder, wie es die Künstlerin Elke Krystufek einmal treffend formuliert hat: "Das Leben ist voller Ungerechtigkeiten. Und auch die Kunst ist nicht fair." (Andrea Schurian, DER STANDARD/Printausgabe, 28.01.2009)
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Die wenigsten Künstler können ihren Beruf als Angestellte ausüben und fallen daher in die Gruppe der ''Neuen Selbständige''. Und müssen sich daher bei SVA der Gewerblichen Wirtschaft versichern, also - widersinnigerweise - bei der Sozialversicherung für die Unternehmer!
Bei der SVA kann man sich auch, glaube ich - wenn man zuwenig verdient - ''hineinoptieren''. Ist allerdings (vielen zu) teuer, da es einen Mindestbeitrag gibt!
was sind kunstmänner? künstliche männer??
wenn schon so seltsame begriffe verwendet werden dann bitte auch kunstfrauen schreiben... oder einfach bei künstlerinnen und künstler bleiben.
aber der ganze absatz ist etwas absurd besonders der zusammenhang mit dem nächsten satz.
sich nicht prostituieren, sondern wert auf gepflegte und eben künstlerisch wertvolle schöpfung und/oder präsentation legen.
grad das gegenteil von denen, die nach stadl-muster absahnen und sich der stampfenden und johlenden masse anbiedern.
für erstere sollte von staats wegen dafür gesorgt werden, dass sie raum und gelegenheit erhalten, sich dem publikum (zu erschwinglichen preisen für dieses) zu präsentieren. dazu gehört, dass infragekommende lokalitäten entsprechend gefördert werden, statt sie durch irrwitzige auflagen und abgaben zugrundezurichten.
dann könnten vielleicht künstler auch so viel verdienen, dass es wenigstens für ein erträgliches leben reicht.
Zum Beispiel Philharmoniker:Die treuen Repräsentanten der Walzerseligkeit und ewigen immerwieder dasgleiche Abo-Konzert Musikmaschinisten verdienen zB:
A) Als Philharmoniker im Verein
B) Für den Dienst in der Staatsoper
C) Als Professoren in der Musikhochschule
D) Bei jeder Menge Einzelkonzerten
Gagen von denen 95 Prozent der Musiker in diesem Land träumen können.Dafür daß sie nichts anderes tun als Tradition zu bedienen, gewiss auf hohem niveau.wo bitte bleiben die Mittel Jenseits von Brahms, Mozart, Haydn und CO ?Kunstmusik.Immer das Gleiche.Wo bleibt das Geld für Jazz, Neue Musik, Elektronik, etc.Dasselbe Spiel in der Bildenden Kunst. Umverteilung von Traditio zu Gegenwartskunst würde den meisten Künstlern das Leben retten !!!!
mein mitleid hält sich echt in grenzen
hauptberuflicher künstler != angestellter
hauptberuflicher künstler == freiberufler
und wenn der markt ihn nicht versorgt, naja....
dann gehts ihm nicht anders als jedem anderen freiberufler in dieser lage
nach 2000 auf die Welt gekommen sind, dann werden Sie sich vielleicht an die seinerzeit von der Jörg-Haider-FPÖ losgetretene Diffamierungskampagne gegen die sog. "Staatskünstler" erinnern!
Genau der damals verwendeten
Diffamierungs-Terminologie bedient sich hier meine Vorposterin, um ihren Ressentiments Luft zu machen. Besonders angetan scheinen es ihr dabei die Künstler zu haben, die
"Wie Maden im Speck leben und auch aussehen" (gemeint wird wohl sein: wie die Maden aussehen!) -
als ob einer staatlichen Förderung eines Künstlers nicht eine entsprechende künstlerische Leistung zugrundeläge...!
.
die gerade am ruder sitzt.
habe gestern zufällig auf okto einen bericht über eine arbeitslose künstlerin gesehen, die 15 jahre ein theater geleitet hat.
es gibt in diesem land so gute leute, die mit nichts tolle projekte auf die beine stellen.
es ist wirklich kein wunder, wenn gute künstler ins ausland flüchten.
ich kenne einige bildende künstler, die im ausland, zwar auch nicht die grosse kohle verdienen, aber immerhin erfolge feiern und wenigstens einige aufträge an land ziehen können.
auffällig ist, dass in diesem land immer diesselben leute absahnen, blockieren und uns mit ihrer talentlosigkeit enorm auf den geist gehen.
haider ist tot, was der gesagt hat, interessiert keinen menschen mehr, mich hat der vorher schon nicht interessiert.
es geht darum, dass der kuchen ungerecht verteilt ist, weil bei uns sogar in der kunst die politiker ihre finger im spiel haben, weil orf etc denen nicht reicht.
und gute leute "durch den rost fallen", weil sie nicht in ihr konzept passen.
sind wir uns da einig?
ich stimme ihnen inhaltlich großteils zu.
Die kunstschaffenden in künstlerinnen und kunstmänner zu teilen ist aber einfach unangebracht. Es verwundert mich, da hier offensichtlich der terminus "kunstmänner" sexistisch und diskriminierend verwendet ist.
Der anteil von frauen am wissenschaftlichen und künstlerischen personal an österreichs universitäten insgesamt beträgt 38%, in kunstuniversitäten ist dieser wesentlich höher. Der anteil an professorinnen an künstlerischen universitäten liegt bei 26,3%.
Ich wäre interessiert daran, die quelle für die 5% lehrenden europaweit zu erfahren.
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